Diskussion über Parteien mit Zukunft

borucki

19. Juni 2014
von admin
5 Kommentare

Am Ende der Volkspartei? Für eine kommunikative Neudeutung

von Isabelle Borucki – Viel wird dieser Tage über Bedeutung und Veränderung von Parteien diskutiert. Im Zuge der Europawahl und anstehender Landtagswahlen ist die Frage der Rolle von Parteien im Staat aktuell. Denn mit der Alternative für Deutschland (AfD) hat sich neben den inzwischen eher unbedeutenden Piraten in kürzester Zeit eine Partei gegründet, die den etablierten Parteien Wähler abspenstig zu machen droht. Doch warum funktioniert das überhaupt? Und was sollten Parteien, insbesondere Großparteien tun, um dem entgegenzutreten? Gründe sind nicht allein die Finanzkrise und ihre Auswirkungen oder die Austeritätspolitik der amtierenden deutschen Regierung. Womöglich sind Ursachen eher im Inneren der Parteien zu suchen, wie bereits an anderer Stelle in diesem Blog diskutiert wurde. Vor allem die traditionellen Großparteien sind Veränderungen und Änderungswünschen seitens ihrer Wähler, aber auch ihrer Mitglieder und Unterstützer unterworfen – also im Inneren wie außen.

Weiterlesen →

16. Juni 2014
von admin
Keine Kommentare

Die Bundestagswahl 2013 – Analyse einer Umfrage

von Viola Neu - Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat zwischen dem 23. September und dem 07. Oktober 2013 mit TNS Emnid eine telefonische Befragung von 2.550 Wahlberechtigten durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, politische Einstellungsmuster zu erfragen und die Zusammensetzung der Anhängerschaften von Parteien zu erforschen.

Simon Franzmann

4. Juni 2014
von admin
5 Kommentare

Volkspartei oder Alternative im Namen – trotzdem keine Volkspartei

von Simon T. Franzmann - In der öffentlichen Debatte gibt es häufig Verwirrung darüber, was eine Volkspartei genau ausmacht. In Deutschland ist es zum Beispiel so, dass die beiden großen Volksparteien der Nachkriegszeit SPD und CDU/CSU den Begriff Volkspartei nicht im Namen tragen, aber solche identifiziert werden. Ihnen wird sogar die Erfindung zugesprochen – obwohl es zuvor in der Weimarer Republik schon sowohl die national-liberale Deutsche Volkspartei (DVP) – nicht zu verwechseln mit der Demokratischen Volkspartei – als auch die national-konservative Deutsche Nationale Volkspartei (DNVP) gab. Bei der österreichischen ÖVP stimmen Typen- und Selbstbezeichnung als Volkspartei wohl überein, während die Schweizerische Volkspartei (SVP) sich durch einen hohen Wählerrückhalt auszeichnet, aber in der Regel von der Politikwissenschaft nur gelegentlich als Volkspartei charakterisiert wird. Die neu gegründete AfD sowie die LINKE in Teilen Ostdeutschlands erheben ebenfalls den Anspruch, Volkspartei zu sein. Doch sind sie es? Und wie kommt es zu dieser unterschiedlichen Handhabung des Begriffes Volkspartei?

Weiterlesen →

20. Mai 2014
von admin
1 Kommentar

Fernsehen vor Zeitungen vor Internet

von Viola Neu – Nach wie vor ist das Fernsehen das Leitmedium, aus dem die meisten Informationen über die Parteien und den Bundestagwahlkampf bezogen werden. Dies gilt für 49 Prozent der Befragten. Auf dem zweiten Platz liegen die Zeitungen, allerdings nur mit einer Nennungshäufigkeit von 20 Prozent und nur knapp auf dem dritten Platz (mit 16 Prozent) wird das Internet genannt. Radio, persönliche Gespräche oder andere Quellen spielen so gut wie keine Rolle. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der Medienpräferenz innerhalb der Anhängerschaften der Parteien. Während über die Hälfte der Unions- und SPD-Wähler das Fernsehen als wichtigste Quelle nennen, liegt der Anteil bei den Grünen-Wählern bei 32 Prozent.

Die Medienpräferenz wird vor allem durch Alter und Bildung bestimmt. Je älter Wähler sind, desto höher ist der Anteil des Fernsehens. Über 60-Jährige nutzen zu 57 Prozent überwiegend das Fernsehen. Für Bildung gibt es einen vergleichbaren Effekt: Wahlberechtigte mit einem niedrigen Bildungsniveau präferieren zu 63 Prozent das Fernsehen.

Bei der Internetnutzung sind typischen Einflussfaktoren von Alter und Bildung ebenfalls entscheidend: Je jünger und je höher gebildet die Wähler sind, desto höher ist die Internetnutzung. Von den über 60-jährigen Befragten informieren sich gerade einmal 3 Prozent überwiegend aus dem Internet, bei den unter 29-Jährigen sind es 37 Prozent. Auch bei der Bildung ist der Effekt eindeutig: 7 Prozent der Befragten mit einem niedrigen Bildungsniveau beziehen in erster Linie Informationen aus dem Internet. Bei Befragten mit einem hohen Bildungsniveau sind es 30 Prozent.

Zweifellos wird die Nutzung des Internets in Zukunft zunehmen. Dies sagt allerdings zum einen nichts über die Quellennutzung innerhalb des Netzes aus, die hier nicht eigens untersucht wurde. Zum anderen heißt dies nicht automatisch, dass politische Kommunikation damit eine verbesserte Verbreitung findet. Denn ein Befund der Umfrage ist deutlich: Das Internet ist nicht DAS Medium für Politik. Gefragt, wie häufig das Internet für politische Informationen genutzt wird, geben 53 Prozent an, dies seltener als einmal pro Woche zu nutzen. Eine tägliche Nutzung für politische Informationen findet sich bei 16 Prozent. Aus qualitativen Umfragen, aber auch aus quantitativen Studien ist bekannt, dass auch diese politischen Informationen häufig eher beiläufig wahrgenommen werden, da sie z.B. als Schlagzeile beim E-Mail-Anbieter auftauchen.