Diskussion über Parteien mit Zukunft

Netzschau

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Die Diskussion um die Zukunft der Volkspartei beschäftigt neben diesem Blog auch andere Online-Angebote. In der Rubrik „Netzschau“ wollen wir regelmäßig wichtige Beiträge kurz vorstellen und zur begleitenden Lektüre empfehlen. Dieses Mal u.a. dabei: die FAZ, n-tv, der Blog kritikkultur sowie die Hannoversche Allgemeine.

Über „Das Unbehagen in der CDU“ äußert sich der Historiker Paul Nolte in einem Interview mit n-tv. Laut Nolte könne die Partei sich nicht mehr auf die Stammwähler konzentrieren, weil es immer weniger davon gebe. Das Milieu, das dahinter stehe, trockne aus. „Um es brutal zu sagen: Es stirbt aus“, so Nolte.

Scheinriesen in der SPD“ sieht Jasper von Altenbockum. Für den FAZ-Autor kann die „Wiederkehr der SPD“ vorerst keine Befreiung werden. Begründung: Viel wichtiger als Inhalte scheint der Parteiführung das Verfahren zur Kandidatenkür und die Reform des Parteiapparats zu sein.

Ebenfalls mit der SPD beschäftigt sich die Rhein-Neckar-Zeitung (Artikel  leider nur im Bezahl-Archiv verfügbar). Sigmar Gabriel berausche sich geradezu an dem Wahlsieg seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern. Blicke man in den Bund, bleibe die „Volkspartei SPD“ ein Traum.

Die Grünen haben den Schritt von der Milieu- zur Volkspartei noch vor sich, meint Daniel Alexander Schacht von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Er sieht die Partei im Dilemma, seien doch ihre Wahlerfolge „höchst konjunkturabhängig“.

In dem Blog Kritikkultur.de wiederum setzt sich Claus Junghanns grundsätzlich mit der Bedeutung der  Volksparteien in Deutschland auseinander. Er sieht in ihnen „das Rückgrat der Gesellschaft“ und erinnert an eine wichtige Funktion der Volkspartei. Als „gesellschaftlicher Gemischtwarenladen“ ermögliche sie die breite Diskussion ganz unterschiedlicher Themen aus unterschiedlicher Perspektive.  Diese Diskussion allerdings müsse dann stattfinden, wenn die Mitglieder es wollten. Dazu brauchten die Parteien eine geeignete Infrastruktur wie z.B. Blogs.

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