Diskussion über Parteien mit Zukunft

Angela Merkel

Happy birthday, Kanzlerin!

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von Sabine Stoye – „Glück, Gesundheit und noch viele Jahre im Amt“ – das wünschen 44 Prozent der Leser von Spiegel Online der Kanzlerin zum Geburtstag. (Stand heute, 13:30 Uhr.) Weitere 16,8 Prozent der Teilnehmer an dieser nicht-repräsentativen Befragung wünschen ihr für die nahe Zukunft einen Posten bei der UN und 19,7 Prozent den Ruhestand. Nur 19,4 Prozent wünschen ihr gar nichts.

Die Kanzlerin feiert 60. Geburtstag. Zeitungen zeigen Fotos aus dem Familienalbum, schildern kuriose Begebenheiten oder besondere Begegnungen. Fernsehsender dokumentieren in Kurzreportagen den „äußeren Wandel“ Angela Merkels – auch, wenn es dabei nur um die oft unerträgliche, medial inszenierte Debatte über die Frisur der Parteichefin geht. Alle Großen der Hauptstadtpresse versuchten in zahlreichen Essays eine Annäherung an die Person Merkel, Fotografen folgen ihr auf Schritt und Tritt, um einen scheinbar unbeobachteten Moment einzufangen und die Kanzlerin ganz privat zu zeigen. Ohne Frage, Angela Merkel ist eine der am meisten fotografierten und interviewten Personen unserer Zeit.

Seit 2012 ist die Bundeskanzlerin laut Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen die beliebteste Politikerin in Deutschland – für eine amtierende Kanzlerin ein ungewöhnlich guter Wert. Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes kürte sie im Frühjahr dieses Jahres zum vierten Mal in Folge zur mächtigsten Frau der Welt. Seit jetzt 3.000 Tagen ist sie im Amt. Kritiker werfen ihr zumeist vor, die Seele der CDU nicht zu verstehen und den konservativen Markenkern zu vernachlässigen. Anhänger schätzen ihren nüchternen, sachlich-pragmatischen Politikstil. „Ihre Uneitelkeit ist Angela Merkels größter Trumpf“ – resümiert Matthias Matussek heute in der WELT.

Der Historiker Paul Nolte stärkte diese Sichtweise unlängst mit seiner Einschätzung. Denn – so Nolte – es gehe um das Gefühl, „eine vernünftige Politik der Mitte zu machen“. Nolte sieht Angela Merkel als treibende Kraft für die „stille Transformation, die Deutschland in den vergangenen Jahren durchlebt hat“, eine „gesellschaftspolitische Liberalisierung“, die nach seiner Auffassung ohne die Bundeskanzlerin nur „schwer vorstellbar“ sei.  Zu diesem Wandlungsprozess passt auf den zweiten Blick das bemerkenswert gute Ergebnis der CDU bei den Erst- und Jungwählern: 31 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wählten bei den Bundestagswahlen im September 2013 CDU.  Ulf Poschardt formulierte es so: „Obwohl der Appeal der Partei oft  genug tantig und provinziell war, entschieden sich Teens und Twens für eine kultig gewordene Kanzlerin.“

Der Blog ZukunftVolkspartei schließt sich allen guten Wünschen für die „kultige Kanzlerin“ an und sagt: Herzlichen Glückwunsch Frau Merkel!

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