Diskussion über Parteien mit Zukunft

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Schreib uns, wo Du die Zukunft der Volkspartei siehst! Was sollten die Parteien möglicherweise ändern? Womit bist Du unzufrieden? Braucht es überhaupt noch Volksparteien? Für Deinen Kommentar bedanken wir uns schon jetzt.

48 Kommentare

  1. Volksparteien – für wen sind die da? Für Nichtsnutze und Arbeitsscheue? So lange nicht endlich an Sozialleistungen richtig gekürzt wird (800 Mrd. Sozialtransfers jährlich, darunter bricht das Land zusammen) und endlich begonnen wird, an dem gigantischen Schuldenberg zu arbeiten, werde ich, wie so viele, dem Staat und den “Volksparteien” ablehnend gegenüber stehen. Schweden hat doch gezeigt, dass es auch anders geht.
    Und weil wir schon dabei sind: wenn die Wähler so idiotisch sind und eine SPD in NRW wählen, deren Programm verfassungswidrig ist und eine Ministerpräsidentin ins Amt heben, die außer Verschwendung nichts im Kopf hat, so lange werden die Regierenden auch damit rechnen müssen, dass es Neuankömmlinge wie die Piraten, die Schillpartei o.ä gibt. Die werden aus purer Verzweiflung gewählt oder weil die Falschen wählen dürfen. Wann werden endlich Gesetze beschlossen, nach denen nur noch Steuerzahler wählen dürfen und nicht die Nutznießen des Systems?!

    • Das von Ihnen präferierte Wahlsystem besteht doch bereits, denn jeder Mensch zahlt in unserem Land Steuern.
      So leicht können Wünsche in Erfüllung gehen…

    • Herr Dr. Hetz,

      Sie sollten mal in die USA reisen und sich ein Land angucken, in dem es an Sozialleistungen fehlt. Ein selektives Wahlsystem – so wie Sie es fordern – wäre übrigens seinerseits verfassungswidrig. Wahrscheinlich meinen Sie aber ein anderes “verfassungswidrig” wenn Sie vom SPD-Programm in NRW sprechen, denn Sie selbst würden ja auch in dem von Ihnen vorgeschlagenen Wahlsystem wählen wollen?

  2. Bevor man sich Gedanken über Zukunft oder Untergang von “Volksparteien” macht, sollte der Status Quo einer “Volkspartei” geklärt werden. Der ist über die Jahre, in denen der Machterhalt wichtiger war als das Tagesgeschäft, nämlich ihre Wähler zu vertreten, immer mehr in Vergessenheit geraten. Die einstigen Werte, die zur Gründung der Partei führten, wurden durch die Jedermannsöffnung so plattgetreten, daß eine Differenzierung durch einen Außenstehenden kaum noch möglich ist, und man auf die Frage nach Unterscheidungsmerkmalen der Parteien antworten möchte: die Einen sind grün, die Anderen rot und wieder Andere schwarz oder: die Einen sitzen im Parlament auf der linken Seite, die Anderen auf der rechten Seite, und dazwischen sitzen auch noch Welche…
    Ist es wirklich schon so weit gekommen??? Ich sage: ja. Die meisten Parteien heutzutage sind doch keine Klientelvertreter des Volkes mehr sondern Sammelbecken von Jedermännern, die aus teilweise milieufremden Teilen der Bevölkerung einsickern, um sich irgendwie zu profilieren, indem sie dann von innen her den einstigen Wertekonsens der Partei mit ihre eigenen Wertvorstellungen aufweichen. Bestes Beispiel hierfür ist die SPD, die sich von einer einstigen reinen Arbeiterpartei zu einer weiteren Lobbyistenpartei von Wirtschaft und Banken gewandelt hat. Ich jedenfalls kenne keinen Arbeiter, der sich in dieser Partei noch aufgehoben fühlt. Der turnusmäßige Wahlbetrug liegt dann auch neben der 5-Prozent-Hürde (das sind schon mal 5 Prozent weniger Opposition im Parlament!!!) darin begründet, die breite Masse zwischen zwei Übeln wählen zu lassen, die beide von einer Kaste dominiert werden, deren Interesse es eben nicht ist, diejenigen zu vertreten, die in diesem Lande (und überall auf der Welt) die materiellen Werte (übrigens auch den schamlosen Reichtum so manch eines Bonzen und Politschranzen) schaffen, die sie sich dann selber kaum leisten können. Wie volksnah sind Scylla und Charybdis? Würden diese Parteien sich nicht in den Medien ständig selbstdarstellen und feiern oder slapstickartig mit Torte bewerfen, man würde eine Parteienlandschaft gar nicht wahrnehmen. Egal, von wem das Land regiert wird, für den Werktätigen, der von ehrlicher Arbeit leben muß, geht es nur immer weiter bergab. Die politisch interessierten unter ihnen jedoch sind in der Diaspora aufgegangen, in den Jedermannsparteien der Lobbyisten (ja manche wählen soger die F.D.P. – man stelle sich das mal vor…!), anstatt sich in einer Partei zu vereinen, die erklärtermaßen Arbeiterinteressen zur Chefsache macht. Was wäre das für eine Macht, wenn alle Werktätigen bei diesen sogenannten “Wahlen” plötzlich hinter einer solchen Partei stünden?! Die Lobbyisten im Parlament könnten einpacken (doch ehe es so weit käme, wären Wahlen sicherlich verboten.), das Schagwort von Karl Marx war nicht ohne Grund “Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!”
    Da der gegenwärtige politische Einheitsbrei aus sogenannten “Volksparteien” aus Schwammigkeit bis gar keiner Konsistenz besteht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses substanzlose Machtgefüge zusammenbricht und Platz machen muß für neue Aufbrüche, in welche Richtung auch immer. Randparteien werden ins Zentrum aufrücken und die politische Landschaft wird mit Trenderscheinungen wie den “Piraten” seltsame Formen annehmen. Auf jeden Fall wird damit die hohle Phrase “Demokratie” mit einem kleinen Hauch von Wind gefüllt werden.

    • Volksparteien haben meiner Ansicht nach nur dann eine Chance, weiter der “Transmissionsriemen zwischen Bürger und Staat” zu sein (wie es so schön in den Lehrbüchern heißt) wenn sie endlich bürgernah sein WOLLEN. Die ständigen Bekräftigungen ihrer Bürgernähe sind nichts als Lippenbekenntnisse. Zu Bürgernähe gehört Dialog, gehört ein offees Ohr für die Sorgen und PRobleme der Bürger, gehört Engagement im Kleinen (mit großer Wirkung für den Einzelnen). Damit setzt man sich als Politiker sich kein Denkmal, das als Großbaustelle für alle sichtbar in der Landschaft brach liegt. Aber man könnte sich der Anerkennung der Bürger gewiss sein.

    • Ich glaube, der Mann spricht Ihnen aus der Seele:

      http://www.youtube.com/watch?v=urvK7_OCpjQ

  3. Zuerst einmal möchte ich Dr.Hetz,sagen,gut das es ihnen gut geht,und sie nicht auf die sozialleistungen angewiesen sind,Wenn man diese kürzt,sagen sie denen dann,suche dir eine arbeit,egal welche,egal unterwelchen bedingungen lohn unter den tarif,dann sind sie bestimmt auch gegen den Mindeslohn,sie in guter stellung,es mangelt ihnen bestimmt an nichts oder?Genau diese haben dann die Patenlösungen,Bloss an mir nichts kürzen dafür bei den sozialleistngen.
    Genau aus diesem grund benötigen wir die volkspatei z.b die SPD,Oder die Grünen,sie sind zur not die wächter der sozialschwachen.
    Das motto in deutschland lautet wohl der,der auf dem Boden liegt,auf dem kann getretten werden,was für ein nutzen hat dieser den für die allgemeinheit.Genauso könnte ich fragen welchen nutzen hat Grichenland für uns?sie liegen auf dem boden und wir unterstützen sie denn doch,warum geht dies nicht auch in Deutschland? Achja lieber das eigene Geld im ausland deponieren,haben das nicht auch die reichen griechen so gemacht,und wenn dann ein volkspatei auf scheit und sagt so geht das aber nicht dann ist das geschei groß.Die reichen werden noch reicher und die armen noch ärmer.Das kann eine Volkspatei nicht dulden und sucht nach lösungen,Darum ist es wichtig das wir Volkspateien haben.

  4. Eine Volkspartei kann sich dann Volkspartei nennen, wenn sie die Interessen des Volkes vertritt. Wer einem ESM-Vertrag zustimmt, der macht eine ganze Menge, jedoch vertritt er nicht die Interessen seines Volkes. Insofern können sich weder die CDU noch die SPD als Volkspartei bezeichnen. Grüne und FDP tun es ja zum Glück sowieso nicht. Der ESM ist der größte Betrug am Bürger, den es je in der deutschen Politik der Nachkriegszeit gegeben hat!

  5. Natürlich brauchen wir eine Volkspartei wie die Union die verlässlich ist und gewisse deutsche Werte hat. Die SPD, Die Linke, Die Grünen und die Piraten sind keine Volksparteien! Solche Parteien in der Macht bedeutet den Untergang- die versprechen das blaue vom Himmel und am Ende machen wir es dann den Griechen gleich. Finger weg von den Roten und den Grünen!

    • Also , was ich hier vom dirk lesen muss, ist eigentlih erschreckend. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man darauf kommt, dass die SPD keine Volkspartei ist. Zur Zeit des Herrn Schröter, da konnte man vielleicht davon sprechen, weil dort nicht mehr das Volk gehört wurde. Aber ich bin der Meinung, dass sie wieder auf dem richtigen Weg sind. Viel interessanter sind doch die Wahlen in letzter Zeit. Wenn man davon ausgeht, dass ca. 40 % überhaupt nicht mehr wählen gehen. Wo bleibt denn hier das Volk ? Aber bitte nicht antworten, die 40 % sind ja selber daran schuld, weil sie nicht zur Wahl gehen. Nein diese Leute glauben nicht mehr an die Versprechnungen , die vor der Wahl gemacht werden, weil es nach der Wahl sowieso anders gemacht wird. Man sollte nur einmal eine Wahlpflicht machen, dieses Ergebnis würde mich sehr interessieren.

      • Dem stimme ich zu, Dieter. Allerdings würde eine Wahlpflicht doch nur ein Symptom kaschieren und nicht an der Ursache ansetzen. Ich werfe mal den Vorschlag in den Ring: Direkt-Demokratische Elemente ins Grundgesetz!

    • Immerhin liegt dem ESM ein völkerrechtlicher Vertrag zugrunde, welcher zur Transformation ins innerdeutsche Recht ratifiziert werden muss. Dafür ist ein Parlamentsgesetz notwendig.

    • Dann am besten gleich nur eine Partei, oder was? Das hatten wir schon mal lieber Dirk. Mehrmals sogar.

  6. Für das funktionieren einer Parteiendemokratie wie der unseren sind zwei Dinge unerlässlich:

    1. Stabilität: Damit Staaten funktionierende Regierungen haben bzw. überhaupt erst bilden können, ist es wichtig, dass das Parteiensystem nicht zu sehr zersplittert, wie das z.B. in Belgien der Fall ist. Ergo muss mindestens eine Partei Ergebnisse im höheren zweistelligen Bereich erreichen (also irgendwo zwischen 25 und 50%)
    2. Alternativen: Oben genannte Stabilität kann aber auch zur Ermattung des Reformprozesses führen, wenn es keine Alternativen gibt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass es eine zweite große Kraft gibt, die als Alternative die Aussicht auf einen Machtwechsel permanent aufrecht erhält.

    Daraus folgt: Damit dich ein stabiles, aber dennoch reformfreudiges politisches Klima entsteht, müssen sich vor allem zwei große Parteien um die Macht bewerben, auf die Mehrheiten müssen sie dann über unterschiedliche Koalitionen mit einem, maximal aber zwei Partnern kommen. Damit das wiederum möglich ist, müssen diese großen Parteien auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis – in Form von Mitgliedern – stehen und für möglichst viele Gesellschaftschichten Ansprechpartner sein, also nicht nur Partikularinteressen vertreten.

    In Deutschland kommt diese Rolle traditionell CDU/CSU und SPD zu, wobei beide in den letzten Jahren stark Federn gelassen haben durch zunehmendes Desinteresse (bzw. Enttäschung über die Politiker) der Bevölkerung und eine Auffächerung des politischen Spektrums. Das gefährdet zunehmend die Regierungsbildung, wenn es in manchen Umfragen nicht einmal für das ein oder andere Dreierbündnis reicht, sodass man zunehmend auf sogenannte “Große Koalitionen” zurückgreift. Die bergen aber die Gefahr, dass der Reformprozess, der in einer Demokratie ständig am Laufen gehalten werden muss, zum erliegen kommt. Das kann als Ursache haben, dass die beiden Großparteien sich inhaltlich zu stark annähern – was Wähler wiederum in die Arme kleiner Protestparteien treibt – oder sich nicht auf Reformen einigen können, weil Positionen zu weit auseinander liegen und man sich in der Großen Koalition sowieso sicher in der Mehrheit glaubt. Kommt es nicht zu Großen Koalitionen, so werden wir in Deutschland in Zukunft immer häufiger Dreierbündnisse sehen, die aber instabiler sind; schließlich müssen hier mehr Akteure unterschiedlicher Ansichten zusammengebracht werden. Hier kommt es dann häufiger zu Querelen innerhalb der Regierung: Der Reformprozess stockt erneut, das Wahlvolk goutiert den Streit nicht. Wie man es dreht und wendet: Parteienvielfalt mag gut sein, wenn sie aber zu sehr ausufert und die Großparteien oder zumindest eine von ihnen zu klein werden, gerät das Land zunehmend ins Hintertreffen gegenüber anderen Staaten, was mit einem Wohlfahrtsverlust der Menschen einhergeht.

    Für die Volksparteien folgt daraus vor allem: Sie müssen – anstatt sich immer weiter anzugleichen, wie das die CDU in Bezug auf die SPD immer stärker versucht – einen konfrontativen Kurs fahren und Große Koalitionen als letzte Möglichkeit und Ausnahme erhalten, was dafür sorgt, dass sie mehr Menschen an sich binden, sodass sich das Parteiensystem sich langfristig bei vier oder fünf Parteien einpendelt, alles andere ist gefährlich für den Wohlstand Deutschlands. Methoden, um an die Bindung zu kommen, können mehr Partizipation und transparentere interne Verfahren sein. Es hat aber auch viel damit zu tun, dass die Politiker dem Volk “auf’s Maul schauen” und ihre Sprechweise wieder normalisieren; dass sie auch häufiger mal Risiken eingehen und nicht jeden Fehler vermeiden wollen. Leidenschaft und Aufrichtigkeit sind hier das Gebot der Stunde! Es geht schließlich um unser aller Wohlstand.

  7. Der Beerdigungszug hat Aufstellung bezogen!
    Warum können sich “Polit-Schwindler” wie Frau von der Leihen und “Wahlkampfprofi R. “aus NRW so lange an der Spitze halten und die Volkspartei CDU zielsicher dem Henker zuführen? Die Basis hat es satt von ideologischen Gedankenspielen einer Ministerin im BMAS der auch von deren Staatssekretärin Frau Niederfranken belästigt zu werden. Während die CDU in NRW den eigenen politischen Sargdeckeln zunagelt, reden die beiden Damen von Gender- Fragen von hoher Dringlichkeit und ruinieren konzeptlos unser Rentensystem. Haben wir nicht von der FDP gelehrt, dass “pubertierende Polit-Kinder in der Parteiführung” keinen Rückhalt finden? Der Politiker der Zukunft wird parteilos sein, da Sie jeglichen Kredit verspielen! Die Menschen kehren unserer Union den Rücken zu; die Kanzlerin arbeit weiter im Haupt- Modus “vote-seeking” und wir werden auch die nächsten Wahlen verspielen. Es gibt gleichwohl eine mögliche Chance. Hierzu muss die CDU in den “Überlebensmodus” schalten (wer nicht weiß was das ist sollte sich Herrn Linder (FDP)mal genauer ansehen) . Hierzu müssen aber allen überflüssigen Körperfunktionen abgestellt werden. Herr Ministerpäsident Seehofen, Frau Ministerin Schröder und die sehr verehrte Frau Dr. Ludwig der CDU Brandenburg währen die idealen (weil qualifizierten) Piloten auf dem Flug durch die “Schlechtwetterfront”. Mein Appell an Frau Dr. Merkel, Ministerin von der Leihen und Herrn R. aus NRW: machen Sie die Kommandobrücke frei. Wir wollen nicht mit Ihnen untergehen! Sie sind nicht die CDU, sondern wir!! Mein Appell an die tollen Damen und Herren aus der Fraktion der CDU/CSU: Werfen sie überflüssigen Ballast ab und handeln sie mutig und mal ohne Rücksicht gegenwärtige Partikular-Interessen!

  8. Ich las vor einiger Zeit ein Buch von Simone Weil ” Anmerkung zur generellen Abschaffung der politischen Parteien “. Diese wenigen Seiten, in jedem Punkt von bewundernswerter Intelligenz u. Noblesse, sind eine unanfechtbare Anlage gegen das Verbrechen der Verabschiedung des Geistes, welches die Funktionsweise der Parteien nach sich zieht. In der ihr eigenen Schärfe führt Simone Weil aus, warum das Parteienwesen ” absolut u. bedingungslos ein Übel ” ist. Parteien sind per definitionem darauf angewiesen, an die Stelle der Sachfragen die Fabrikation kollektiver Leidenschaft u. an die Stelle der Wahrheit den Druck der Parteidoktrin zu setzen. Ihr Fazit: ” Die Abschaffung der Parteien wäre höchst legitim u. scheint in der Praxis nur gute Wirkungen zeitigen zu können.” Und sie hat recht damit u. es ist in deren Sache nichts hinzu zu fügen!

  9. Eine Volkspartei ist doch ein Spiegelbild der Gesellschaft! Für mich besteht die Notwendigkeit einer Volkspartei in der Garantie, zumindest sollte das so sein, die Grundwerte der Gesellschaft zu festigen, zu leben. Es mögen Außenseiter zu bestimmten Komplexen gute Ideen haben, Beispiel die Piraten, wenngleich alles, was sie sich vorstellen, wird von den Volksparteien bereits durchdacht und, wenn machbar, umgesetzt. In Grundsatzfragen, Familie, Ethik, Religion usw. kann letztlich nur die Volkspartei den Menschen Sicherheit bieten.

  10. Es gibt, seit es Parteien gibt, Versuche dieser Parteien sich ein Volk zu “basteln”, aber gelungen ist das bisher noch nie. Mitgliedszahlen sog. Volks-
    parteien beweisen das deutlichst. Ob das Volk Parteien braucht, ist mehr als fraglich, bekanntermaßen spalten Parteien nur das Volk. Sie verhetzen, oft
    mit übelsten Lügen, Halbwahrheiten und Scheininteressen das Volk. Arm gegen reich, alt gegen jung, Frau gegen Mann, Christen gegen Moslems, Bayern
    gegen Nordrhein-Westfalen , linke gegen rechte usw. Also wie gesagt, es ist mehr als fraglich ob das Volk Parteien braucht, daß Parteien das Volk brauchen könnte man dagegen eher annehmen, mindestens alle 4 Jahre als Stimmvieh, es bringt ja mit seiner Wahlbeteiligung Geld in die Parteikassen, und davon leben nicht wenige Parteifunktionäre!
    Diese von auch nur einer Möchtegern- Volkspartei angezettelte Diskussion
    zu diesem Thema ist wie fast alle Diskussionen an denen das “Volk” teilnehmen darf nur eine Werbeaktion einer Partei, der das Volk schon längst abhanden gekommen ist

    • Gerade weil es in der Tagespolitik um die permanente Polarisierung geht, jeder gegen jeden und umgekehrt, ist es ein Verdienst der Volkspartei dies zu nivilieren! Die Pareien, die ihrer Klientel verpflichtet sind, sich um die Interessen des Volkes als Gemeinschaft absolut nicht interessieren, dies aus ihrem Selbstverständnis heraus auch gar nicht können, sind doch die Basis für jede Form der Eskalation und Schädigung der Allgemeinheit. In diesem Sinne, ist es nur natürlich, wenn die beiden großen Parteien sich in vielen Punkten ähneln, hier liegt die Bedeutung in der Persönlichkeit der Akteure!
      Nebenbei, die Kirchen manupulieren nicht, sie mahnen, verbinden, helfen und sind das Bindemittel für die Gemeinschaft, das ist nicht immer bequem! Eltern sind fürihre Kinder auch nicht immer bequem aber in der Regel das Wichtigste und Beste für die Kinder!

  11. Wie von Jan Klenke schon erwähnt braucht es beides, Stabilität und einen Reformprozess. Außerdem ist es wichtig, dass es gesamtgesellschaftliche Konzepte in jeder Partei gibt und einzelne Parteien das Wohl ihrer Klientel nicht über alles andere stellen. Nur solche Gesamtgesellschaftlichen Konzepte machen Partein auch kompromissbereit und Deutschland auch mit einem buntem Parteiensystem regierbar.

    Wie kriegen wir Gesamtgesellschaftliche Konzepte in das Programm jeder Partei? Indem die Bürger solche fordern, auf sowas wertlegen. Politische Bildung ist also – wie bei so vielen politischen Problemen – eine der effektivsten Lösungen. Wenn die Menschen sich mehr für Politik interessieren und sich mehr darüber informieren würden, würden ihre Meinungen auch nicht immer weiter auseinanderdriften und in kleine Gruppen zersplittern.
    Beitragen kann dazu, außer besserer politischer Bildung auch ähnlicher Medienkonsum (immerhin bekommt man daher fast alle unsere Informationen). Aber wie kann man ähnlichen Medienkonsum in Zeiten von Internet und Privatfernsehen gewährleisten? Vielleicht wäre eine zentrale Diskussionplattform im Internet, auf der alle Ideen und Meinungen ausgetauscht werden können etwas um Bürger wieder mehr zu interessieren und mit den Meinungen und Problemen anderer zu konfrontieren. So würden sie wieder kompromissbereiter und empfänglicher für Gesamtgesellschaftliche Konzepte, ja am Ende damit auch, für Volksparteien. Klar muss die gut gemacht sein um Leute zu aktivieren und Fehlentwicklungen zu vermeiden, aber an innovativen und geeigneten Web 2.0 Technologien mangelt es wirklich nicht…

  12. Es ist erschreckend zu lesen, wie naiv und verblendet hier die breite Mehrheit der Anwesenden zu seien scheint. Es wird ernsthaft noch darüber gesprochen, ob die uns bekannten Parteien doch noch tatsächlich Volksparteien seien. Eine Volkspartei hat eine Partei des Volkes zu sein. Sie hat dem Volke zu dienen, sie hat die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen, sprich, sie hat sich nach dem Grundgesetz dazu verpflichtet, dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen. Wessem Wohl dienen die etablierten Parteien? Dem Volke? Vielmehr der Wirtschaft, der internationalen Lobby ala IWF, Weltbank, EU, NATO usw. Das Volk wurde und wird niemals gefragt. Wir haben nur die scheinheilige sogenannte demokratische Macht, die keine Macht ist, einen Stimmzettel in eine Urne zu werfen, der in unserem Namen die Bürokraten ermächtigt, im Parlament und in den Räten zu machen was sie wollen. Das Volk hat nie eine Kontrolle darüber. Das Volk soll nach dem Willen der Parteien auch keine Kontrolle haben. Die will man gar nicht. Die wahre Demokratie als eine Herrschaft des Volkes ist nicht gewollt. Denn dann müssten sich die Lobby-Parteien warm anziehen. Und Sie alle hier diskutieren noch ernsthaft darüber, ob wir Volksparteien haben??? Wie traurig!

  13. Die CDU wird bald keine Volkspartei mehr sein. 1. Merkel verschleißt alle konservativen Männer. 2. Die CDU mutiert zur SPD. 3. Aufgrund Profillosigkeit gehen Wahlen verloren. (via Twitter @TobiWestphal )

  14. Das Problem der Volkspartein ist das sie ihr Image verliren, die Spd unter Brandt wurde beispielsweise nur so stark weil die eine klare Linkelinie vertrat und diese auch einhielt und nicht wie Schröder, Merkel ect. verucht hat in die Mitte zu gehen um atraktiver für die anderen Schichten zu werden. Jetzt wo die Spd wieder etwas nach links gerückt ist, steht sie in den Umfragen wieder auf 30% was man vor einen Jahr noch für unmöglich gehalten hatte. Die Partei die Linke hingegen steht dabei kurz davor sich aufzulösen, da sie der Wählerschaft dadurch als überflüssig erscheint. Die Cdu hingegen war immer von einen konservativen Kurs geprägt und man sieht es in den Umfragen soweiter sich die Partei von diesen Kurs wegbewegt desto schlechter wird sie bei der nächsten Bundestagswahl abschneiden!

  15. Volksparteien sind Sammelbecken von Meinungen, Entscheidungen für das Volk! Natürlich kann das zu Differenzen führen, das muß es auch. Entscheidend ist aber, die Gemeinschaft und die gesellschaftl. Grundeinstellung ist Kern der Aktivitäten, das zeichnet die Volkspartei aus. Kleinere Parteien leben von Menschen, die sich durch die Volkspartein benachteiligt fühlen, auf einen Sachverhalt unkritisch für das Gesamte ausgerichtet sind. Selbst wenn sie recht haben, spricht das doch nicht gegen die Volkspartei! Die Volksparteien sind unabhängig und beweglich, etwaige Veränderung von Akzenten durchsetzten zu können. Kann das eine Lobbyistenpartei? Die FDP hat nur ein Ziel, aus der Gemeinschaft für ihr Klientel Vermögenswerte abziehen zu können. Das tut keien Volkspartei!. Eine FDP in einerRegierung muß jede Volkspartei massiv belasten, ist für jede Volkspartei eine Katastrophe. Da es in ihr auch Mißstände geben kann, ist menschlich, gilt für alle Parteien. Das kann doch kein Maßstab gegen eine gute Sache sein: Das größte Problem für Volkspartein ist, mangelndes Interess des Volkes und unverständliche Komplexität der Tagespolitik. Das macht die kleinen Parteien so gefährlich, ihre Wähler denken nur an sich nicht an das Volk!

  16. CDU, CSU, SPD neuerdings noch die Grünen und wer weiß, bald auch die Piraten, glauben sie wären Volksparteien. Nun mit der steigenden Zahl der “Volksparteien” sinkt deren Realität. Woran das liegt, ist leicht auszumachen,
    dem Volk fehlt der gemeinsame Nenner. Und ich bin fest davon überzeugt,
    das ist so gewollt. Das kapitalistische System ist um so erfolgreicher je mehr
    Partikularinteressenten agieren. Mit vielen kleinen Parteien haben es die
    Kapitalisten leichter ihre Ziele zu verfolgen, also tun sie alles um ein Solidarisieren des Volkes zu verhindern. Parteien, Religionen, Vereine und
    viele andere tun das Ihre dazu um dabei die Kapitalisten zu unterstützen.
    Die Probleme der Zukunft wird man aber nur bewältigen können, wenn das
    Volk und dann die Völker zu einem gemeinsamen Nenner finden. Ob ich
    mit meiner Meinung auf Zustimmung stoße, ist mir völlig egal. Ich bin Optimist und glaube an die Lernfähigkeit der Menschen. Ob allerdings
    politische Parteien diese Lernfähigkeit besitzen bezweifle ich ganz entschieden, da ist eine gewaltige Beratungsresistenz systemimmanent!

  17. Sith Lord Diese pauschale, negative Ansicht ist zu einfach und unsachlich.
    Was ist denn das Volk und was will denn das Volk? Frage den Einzelnen, dann haben wir div. Volksvorstellungen! Darin liegt doch die Bedeutung der Volksparteien, das Ganze zum Nutzen für den Einzelnen zu sehen. Dies im Gegensatz zu den “Kleine” Parteien, die nur ihren Klientel verpflichtet sind. Viele die hier ihre Meinung sagen, verkennendie Bedeutung der Volksparteien und unseres palamentarischen Syatems.
    Zudem kommen doch die Verantwortlichen nicht daran vorbei, internationale Einrichtungen zu beachten, schon längst sind wir doch ein Teil eines Ganzen! Es geht doch nur noch darum, unserere Interessen als Volk zu wahren und uns zu behaupten!

    Für die Einzelnen wird die Politik doch immer weniger überschaubar! Zudem wird die Politik mit einem Anspruchsdenken belastet, das in keinem Verhältnis zur Realität steht. Die Verteilungsfrage, immer weniger Mittel zum Verteilen, bestimmt die Politik. Das löst Unzufriedenheit aus und kann bestimmt nicht mit pauschalen Schnellschüssen, die Volksparteien müssen weg usw. gelöst werden.

    Das die CDU derzeit “schlecht” dasteht ist kein Zeichen schlechter Politik. Es ist eine latende Unzufriedenheit am System, dem Kapitalismus. Wenn die SPD an der Macht ist, wird es ihr ebenso ergehen. Auch in NRW wird der Höhenflug der SPD schnell vorbei sein, denn hier hat Röttgen in der Tat mit einer gedankenlosen Überheblichkeit zu Recht die Verantwortung für die Niederlage zu tragen.

  18. Widerspruch aus gegenteiliger Sicht.

    Das Problem der Volksparteien ist nicht so sehr, dass sie ihr Image verlieren. CDU und SPD wissen, dass die Wahlen in der Mitte gewonnen werden. Als die SPD sie vor den letzten Wahlen verlies, verlor sie. Die Mitte bedeutet zwangläufig, einander ähnlich zu sein. Dieser Zustand entspricht auch mehr und mehr der Gesellschaft. Aber die Mitte ist auch wankelmütig geworden. Warum? Weil Ideologien und Religionen als Fundament der Motivation sowohl für die Bürger als auch für die Parteien (was sind deren Programmfibeln bzw. Grundsatzprogramme denn überhaupt noch wert?) weitgehend an Bedeutung verloren haben.

    Die SPD unter Brandt wurde nur so stark, weil die versammelten Intellektuellen incl. aller Künstler und Literaten für Brandt wie ein Mann standen. Weil der größte Teil der Lehrerschaft noch (jetzt angeblich nicht mehr, allenfalls wurde aus ROT Grün!) von den hoffentlich die Welt verändernden ideologischen Illusionen beseelt waren. Weil die hoffnungsvollen 68ger Revoluzzer eine Identifikationsfigur brauchten. Weil die CDU diesem damals überschwänglichen und größtenteils illusorischen Zeitgeist keine überzeugende und idealisierte Antwort geben konnte. Und die Gesellschaft war damals auf der Suche nach neuen Idealen, die das Erreichte sichern und sinnstiftend sind. Als sich die SPD unter Schröder der CDU zu sehr näherte, als die SPD ihre Ideale zu sehr vernachlässigte, wurde dem Volk gewahr, dass für den pragmatischen Teil die CDU besser geeignet ist.

    Fr. Dr. Merkel verkörpert wie kein anderes Mitglied der Regierung genau diese Eigenschaft. Deshalb sind auch ihr Umfragewerte so gut. Trotz aller Unkenrufe. Jetzt wo die SPD wieder stärker nach links gerückt ist, kann sie auch wieder die ideellen Sehnsüchte ihrer Stammwähler bedienen und legt deshalb zu. Dennoch hat die SPD das Problem, dass von einem Teil des Wahlvolkes die hehren Ideale zwar nach wie vor glorifiziert werden, dass aber gleichzeitig der Glaube an die Machbarkeit dieser abgehobenen Ziele schwindet. Was sind denn 30% für die SPD? Ihr vertrautes Stammwählerpotential ist doch wesentlich höher. Nicht nur die LINKE, auch die GRÜNEN sind zum größten Teil aus dem Fleisch der SPD geschnitten worden. Und warum darbt die LINKE? Weil immer mehr ihrer Wähler merken, dass mit nationalen Alleingängen globalen Entwicklung nicht begegnet werden kann. Weil die Diskrepanz zwischen den Wahlzielen und den die Gesellschaft verändernden Vorgaben zu groß gegenüber der realistischen Machbarkeit geworden ist. Wären alle Linken wie Gysi, dem wechselhaften Stehaufmännchen, dann könnte man auch von der Linken Pragmatismus erwarten. Dann wäre die linke Gefahr für die SPD größer. Aber die anderen Figuren sind Phantasten und ideologische Spieler. Die vermitteln keine politische Seriosität.

    Die CDU ist nach wie vor von einem konservativen Kurs geprägt. Aber Konservativismus allein ist auch nicht mehr das, was die neuen Generationen haben wollen.

  19. Wer macht die Politik die Politiker oder die Lobbyisten auf der Welt?

    Für mich eine Klare Sache die Lobbyisten der Großen Konzerne und Vereinigungen.
    1 Beispiel :
    Seit mehr als 8 Jahre wissen die Großen Konzerne der Stromindustrie
    das der Atomausstieg 2023 sein sollte nichts wurde getan.
    als die Gelb-Schwarze Regierung ans Ruder kam wurde der Atomausstieg verlängert nach dem Japan Desaster wurde dieser wieder zurückgenommen und die Stromindustrie fing an zu Heulen an das dies nicht zu schaffen sei und wenn es zu teuer werden würde ich finde es eine Schande 8 Jahre zu pennen und dann zu heulen und alles den Kleinen Stromkunden Zahlen zulassen.
    2 Beispiel Mehwertsteuer der Hotels zu senken aber es nicht zu schaffen das die Mehrwertsteuer auf alle Babyartikel zu senken oder sogar ganz wegfallen zulassen.
    3 Beispiel Zeitarbeit alle Parteien wissen das wir ein Europäisches Gesetz haben für die Zeitarbeit Gleiche Arbeit Gleiches Geld Komisch alle Gesetze die Großen Konzernen helfen werden sofort eins zu eins umgesetzt und alle die ihnen Schadet werden einfach Ignoriert also für mich macht die Industrie und nicht die Politik die Politik

  20. Volksparteien sind derzeit zugegeben nicht recht modern, aber extrem wichtig für unsere politische Landschaft. Das Leben ist wie eine riesen Achterbahn. Mahl gehts auf, dann wieder rapiede ab. Dann folgt der Looping mit dreifacher Schraube und dann geht es wieder rauf. Turbolenzen gehören zur Politik und auch zu unseren zwei großen Volksparteien. Daher sind sie immer wichtig! und sind nie unmodern!
    Daß in Deutschland nur noch die Politik als Marionette hinterher tanzt, ist was anderes. Denn das machen alle Parteien. Sogar die Grünen!

  21. Welche unserer Parteien darf sich denn noch Volkspartei nennen. Für das Gemeinwohl des Volkes tun doch die wenigsten Funktionäre noch etwas.

  22. Die Volkspartei ist ein Modell der Kollektivierung! Man kollektiviert die Meinungen aller, versucht sie zu bündeln und Kompromisse zu schließen. Leider kommt man mit diesen Kompromissen nicht weiter sondern taumelt immer weiter Richtung Abgrund. Zudem machen die Volksparteien inzwischen nicht mehr die Politik ihrer Wähler sondern die Politik einer kleinen reichen Minderheit aus Unternehmen, Reichen und Banken. Die Wähler gehen zumeist trotzdem zur Urne, weil sie hoffen, dass sich vielleicht doch noch etwas ändert und, weil sie sich denken, dass man früher noch recht gut mit der Partei bedient war, doch ist zu beobachten, dass es ihnen vorallem an wählbaren Alternativen mangelt vorallem im konservativen und liberal/libertären Spektrum. Die CDU und die FDP haben die Chance verpasst sich zu Freiheit, Souveränität und kleinem Staat zu bekennen und so driften sie immer mehr in die linke Ecke mit Mindestlohn, Sozialstaat und Überwachungsstaat. Als vor der letzten Bundestagswahl die FDP von Freiheitsrechten und Steuersenkungen bzw. Subventionsabbau sprach, war es für die Partei ein Erfolg, doch was sind die Lehren, die man daraus gezogen hat? Kein Einstehen für Wahlversprechen, kein Eintreten für Freiheit und daher der Absturz auf 5 %. Eine Volkspartei sollte die Intressen einer Mehrheit vertreten und so sollte sich vorallem die CDU vom EFSF und ESM distanzieren, die im Volk nie Mehrheitsfähig wäre. Mit dieser Forderung wäre die FDP wohl zur Volkspartei aufgestiegen! Leider gibt es in Deutschland keine Volkspartei mehr, zumindest keine Echte. Es wird Zeit sich endlich auf frühere Werte zu besinnen und weg vom starken Staat mit seinen Volksparteien, hin zu direkter Demokratie mit starken Kommunen und einem Mini-Staat, der sich nicht ins Leben seiner Bürger einmischen darf. Ob es dann echte Volksparteien gibt, die sich aus Kommunalverbänden zusammensetzen bleibt abzuwarten und ist nicht unbedingt nötig, weil die Einwohner einer Kommune selbst entscheiden können in welche Richtung die Politik in der Gemeinde geht.

  23. Parteien mit spezieller Agenda entstehen nur, wennschon deren Anhänger von niemandem sonst vertreten sehen. Die großen Parteien sind überfordert mit der Vielzahl an aktuellen Themen, da sie großen, schwerfälligen Tankern ähneln. Ad hoc mag es vereinzelte Aktionen geben, die auf den Zug aufspringen, letztlich bleibt das aber immer Fassade. Zudem haben die großen Parteien, insbesondere die CDU, sich eine gewisse Arroganz im Umgang mit Themen angewöhnt. Das Spitzenpersonal ist vornehmlich durch die Verhinderung von Diskussionen, der Verbreitung von “alternativlosen” Totschlagargumenten und einem tiefen Unwillen zur Selbstreflexion wahrzunehmen. Das schreckt viele ab, da man es in diesen Institutionen sicherlich sehr schwer haben wird, offen zu diskutieren.

  24. Die Volksparteien sind immer noch das Sprachrohr des kleinen Mannes.Es gibt immer noch Modeerscheinungen wie die Piraten oder die Linke.Die einen haben kein Konzept und werden schnell verschwinden und die anderen als gescheitete Existenzen werden nur gewählt um den anderen einen Denkzettel zu verpassen.Vor 4 Jahren haben ca,800 Bürger aus ganz Deutschland und aller sparten mehr an 4 tagen ausgearbeitet als alle Parteien zusammen.Vielleicht sollte die Bertelmann/Nixdorf Stifftung die Sachen noch mals vorlegen damit sie wieder an den Ursprung ihrer Existenz kommen.Volkspartei

  25. Volkspartei = Partei des Volkes? Volksparteien machen Politik für das Volk? Egal welche Frage mir zu diesen begrifflichen Zusammenhängen einfällt, in der Realität sind die sogenannten Volksparteien in ihrem Handeln doch eher daran orientiert die Meinungen zu vertreten, die ihre Meinungsführer als ihre bezeichnen. Basta- oder Bimbespolitik sind dafür nur einige Besipiele unserer “moderneren” Geschichte. Die Beamten- und Bürokratenrepublik ist bereits ein Anachronismus, ohne dass dies von diesen überhaupt wahrgenommen wird.

  26. AW an Exsozi v. 23.5.12
    Ich vermute, dass Exsozi noch nie über einen längeren Zeitraum einen Stammtisch-Verein geführt hat. Ich vermute, dass Exsozi noch nie in die Verlegenheit gekommen ist, in seiner Familie gänzlich widerstrebende Ansichten, Ziele und finanzielle Fragen miteinander zu verbinden. Wenn das schon in kleinen Einheiten und Familien nicht oder selten möglich ist, was ist dann im Großen der Fall? Endlose Richtungsstreitereien sind besonders für die Idealisten typisch. Die Linke macht das zurzeit vor. Das geht so lange, bis einer BASTA sagt, wenn er denn das Ansehen dazu hat. Von denen, die vorher so lautstark bemängelt haben, dass vor lauter Uneinigkeit nichts zustande kommt, wird dann der BASTA-Mann verteufelt. Wer BASTA sagt und gleichzeitig in der Lage ist, seine Entscheidung mit anerkanntem Charisma zu erklären, ist der Erfolgreiche. BASTA-Entscheidungen hat es in der Nachkriegszeit genug gegeben. Höchst selten waren sie im Nachhinein falsch. Auch die Wiedervereinigung war letztlich eine undemokratische (weil diese fundamentale Frage nicht dem Volk vorgelegt wurde) Basta-Entscheidung von einer kleinen Gruppe der Entscheidungsbereiten. Auch die fundamentale Frage des Atomausstieges und der Umbau der ganzen Volkswirtschaft ist nicht dem Volk vorgelegt worden. Sie ist deshalb letztlich auch eine undemokratische und höchst emotionelle BASTA-Entscheidung, allerdings getragen von allen Fraktionen. In diesen beiden Fällen wurde BASTA nicht bemängelt obwohl doch beide Fragen es Wert gewesen wären, vom ganzen Volk entschieden zu werden. In Notlagen sind ebenfalls solche BASTA-Entscheidungen unumgänglich. Feuerwehrleute werden darin geschult. BASTA wird gerufen, wenn in Parteien demokratische Entscheidungsprozesse in end- und uferlosen Diskussionen zu ersticken drohen. Die Mehrheit ist dann hinterher froh, dass die Führungsfigur ein Machtwort gesprochen hat. Sehr fein muss dann vom Beobachter unterschieden werden, ob BASTA zutiefst undemokratisch ist oder einen demokratischen Entscheidungsprozess vollenden kann. Beides ist möglich.

  27. Ich höre immer: Die Volksparteien müssen sich ändern – zuletzt vom geschätzten Werner Patzelt. Aber haben sie nicht lange damit begonnen? Ist der Wandel nicht peu à peu angegangen worden (thematisch, strukturell, personell)? Was auf der einen Seite ein positives Licht auf die Volkspartei CDU wirft, hinterlässt dann einen faden Beigeschmack, wenn man sich fragt, warum die Volksparteien dann nicht besser dastehen – sprich, Ergebnisse über 40%, 45% erzielen. Dann, so die bittere Wahrheit, muss man konstatieren, dass Ändern allein offenbar nicht die Lösung sein kann.

  28. In Umfragen steigt die CDU, Frau Merkel ist beliebt wie eh und je, die Strategie der asymmetrsichen Demobilisierung scheint aufzugehen. Alles perfekt für die Volkspartei CDU, nicht zuletzt weil es Frau Merkel geschicjkt gelungen ist, die Partei zu modernisieren. Ereignisse wie Fukushima kamen ihr dabei sicherlich nicht ungelegen. Problematisch dürfte es werden, wenn das ganze 2013 in einer GroKo mündet. Vorhaben, die Gegner schon heute als “Sozialdemokratisierung der Partei” abtun, würden dann der SPD angeheftet werden, bzw. diese würde profitieren und im Wähleransehen steigen. Irgendwann werden die Menschen sagen, dann kann ich ja auch gleich SPD wählen.

  29. Ich finde es gut, dass sich Angie auch modernen Möglichkeiten des Dialogs wie jetzt dem teletownhall annimmt. Klar, ist auch PR, aber alleine, dass sie diesen Dingen eine Chance gibt und damit experimentiert, zeigt doch, dass sie ernsthaft an der Meinung der Menschen interessiert ist.

  30. Es ist unerträglich, wenn Leute wie Adam und Gauland jetzt eine Wahlalternative 2013 innerhalb der CDU organisieren. Solche Nestbeschmutzer haben das Prinzip Volkspartei nicht verstanden! Man kann, darf und muss manchmal anderer Meinung sein. Die große gemeinsame Klammer darf man aber nicht verlassen.

  31. Spd und CDU bei 70% in NDS. Zukunft Volkspartei!

  32. Piraten landen im Wasser in Niedersachsen :-) ) Richtig so. Netzthemen bei SPD und CDU? Jaaaaaaaaa……zum Teil………Geht noch mehr.

  33. David, David, David!!!!

  34. Das “Volk” liebt offenbar seine FDP…

  35. Wie ein Fetisch mit unvorstellbaren demokratischen Heilswartungen höre ich immer den Begriff und die Forderung nach mehr Bürgernähe. Grandios die Erwartungen und noch größer die Enttäuschung, wenn die Bürgernähe versagt. Und das tut sie leider regelmäßig. Stuttgart 21 mit dem unerwarteten Wahlergebnis war nur die Spitze der Enttäuschung. Der Wähler wechselt gar nicht so selten seine Meinung. Manchmal reichen ja schon Bruchteile von Prozenten. Vor der Oderflut war das Ergebnis angeblich klar. Nach der Flut ein anderes Ergebnis. Hätten wir jedes Jahr eine Bundestagswahl, kämen wir aus der Nähe und der ständigen Konfusion gar nicht mehr raus. Das wäre dann eine sehr aktuelle Bürgernähe. Geradezu unlösbar wäre die Zukunft. Denn eine Regierung, die zur Sicherung der Zukunft den Bürger unbequeme Wahrheiten präsentiert, hätte im jährlichen Rhythmus keine Chance. Dann wäre da ja noch die Frage, wo die Bürgernähe anfängt und wo sie aufhören könnte. Bei neuen Straßennamen wäre sie zwar sinnvoll, aber deren neue Bürger folgen ja erst wesentlich später. Dürfen bei Kinderspielplätzen nur Eltern/Kinder abstimmen? Und wie sieht es mit der Außenpolitik aus? Muss dann nach Religionen getrennt abgestimmt werden? Alles Unsinn!

    Mehr Bürgernähe birgt auch die Gefahr, dass dann der politische Zwist in die Bürger selbst hineingetragen wird. Die Politiker reiben sich die Hände, weil sie ja dem Bürgervotum gefolgt sind. Schließlich gibt es noch die Frage der Verantwortung durch Abwahl. Auch die ist dann nicht mehr notwendig, denn die Politiker sind ja nach einem Bürgervotum nicht mehr verantwortlich. Das Ergebnis wäre eine schöne neue Welt mit nur noch totaler Konfusion. Bisher hat noch kein Streiter für mehr Bürgernähe erklärt, wo, wann und nach welcher Themenauswahl die Bürgernähe sinnvoll funktionieren könnte. Unser bisheriges System ist schon in Ordnung und die Schweiz ist ein faules Vorbild. Denn die Beteiligungen sind häufig sehr schwach und deren Ergebnisse (Minarette bzw. Moscheen) passen dann wieder denen nicht, die vorher bei uns so laut dafür waren. Schon gemerkt, dass aus dieser linken Ecke kein neuer Anlauf für mehr Bürgernähe auf allen „Kanälen“ zu hören ist? Man merke, wenn es passen könnte, ist das Volk gefragt. Hat es nicht gepasst, wurden unvergessliche Zeichen gesetzt.

  36. Volkspartei ist ein Begriff aus der weltfremden Mottenkiste von vorgestern.
    Die “großen Volksparteien” von heute sind Marionetten der Industriekonzerne und deren Lobbyisten(Die Spatzen pfeifen es von den Dächern).Im Prinzip Volksparteien ohne Volk
    Und genauso suggestiv wie der Begriff “Volkspartei”ist auch die Schulweisheit von der parlamentarischen Demokratie.Die Parteien als vorgeblichen Repräsentanten des Volkes die auf wohldotierten Pöstchen in trauter Palavermentsrunde unter Ausschluß der Öffentlichkeit den Politikerdarsteller geben dürfen,was dann staatstragend “parlamentarische Demokratie” genannt wird, führen den Glauben an Demokratie ad absurdum.Kein Wunder wenn
    sich in aufgeklärteren Zeiten(wo die Infopolitik nicht mehr nur den Ghostwriter Medien vorbehalten ist) der öffentliche Zorn breitmacht!
    Das sich dieser allerdings zunächst wieder gegen die schwächsten von allen richtet ist wohl dem typisch deutschen Grundgemüt geschuldet

    • Eisenhower, wie hätten Sie es denn gerne? In die Mottenkiste gehört zweifellos die Stammtischvorstellung, dass der unorganisierte Wille des Volkes klar und eindeutig die Summe aller Einzel-Willen ist. Als denkbarer Hintergrund geistert diese Vorstellung durch alle, die sich als die einzig wahre Demokratie die Beachtung, Ausführung und Überwachung von allen persönlichen Befindlichkeiten vorstellen. Wer sammelt (wenn auch zweifelhaft und ideologisch) Volkes Wille, wer konzentriert die 80 Millionen Meinungen, wer bringt das Ergebnis in eine pragmatische Form? Außerdem, wo steht denn geschrieben und wurde bewiesen, dass die Wahl-Summe von Volkes-Wille auch das Wohl des Volkes ist? Es ist blanker Unsinn zu glauben, dass mit der Zahl und dem Umfang einer Wählerzustimmung auch die Qualität der Wahlentscheidung wächst. Mit der Demokratie wird immer verbunden, dass mit ihr die besten Entscheidungen möglich sind. Das ist falsch. 1933 war auch demokratisch. Wir haben kein besseres System. Die Demokratie hat einen radikalen Vorteil. Mit ihr wird die Verantwortung für das Ergebnis von Wahlen dem Wähler übertragen der bei der nächsten Gelegenheit abwählen kann. In allen anderen Systemen liegt die Verantwortung dauerhaft und ohne Wahlen bei Einzelpersonen oder Gruppen, die sich für unangreifbar halten und deshalb glauben, alles straffrei (im Sinn von keine Folgen einer Verantwortung) tun zu können. Die Demokratie its ein Kompromiss. Asche über alle Lobbyisten. Aber ihr Interessenvertreter (sind Sie Mitglied in einem Verein, sind Sie Steuerzahler?) soll selbstverständlich vor Ort sein. Alle anderen wollen das auch.

  37. Volksparteien könnten dafür da sein, wichtige Debatten mit ihren Mitgliedern (und ggfs. auch künftigen) über wichtige Themen unseres politischen Lebens zu führen.

    Beispiel: Umgang mit Daten, evtl. Regulierungsbedarf

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/wie-big-data-das-wahlgeheimnis-aushebelt-wir-wissen-wen-du-waehlen-wirst-12553613.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
    Wie Big Data das Wahlgeheimnis aushebelt Wir wissen, wen du wählen wirst
    Moment der Wahrheit bei Google in Berlin: Ein amerikanischer Wahlkampf-Veteran schildert freimütig, wie sich Daten zur Wählerbeeinflussung nutzen lassen. Und bittet die Datenschützer im Saal, kurz mal Kaffee trinken zu gehen.
    31.08.2013
    von Stefan Schulz

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