Diskussion über Parteien mit Zukunft

Paul Derabin: „Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei“

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Nachdem ich mit meiner Familie als Spätaussiedler aus Russland nach Deutschland gekommen bin, wollte ich mich in die Gesellschaft einbringen. Ich bin im Jahr 2005 in die Junge Union eingetreten. Ein Jahr später wurde ich Mitglied der CDU. Insbesondere wollte ich mein Umfeld mitgestalten. Aus diesem Grund war ich drei Jahre lang Mitglied im Jugendparlament meiner Stadt Laatzen und wurde im Jahr 2006 für die CDU in den Rat der Stadt Laatzen gewählt.
Ich konnte durch meine Arbeit im Vorstand der CDU Laatzen, die Ratstätigkeit, verschiedene Funktionen bei der Jungen Union und meine Mitarbeit im Arbeitskreis Migranten der CDU Niedersachsen viele Facetten der Unionsfamilie kennenlernen. Die Mitgliedschaft in einer Volkspartei wie der CDU ist erfreulicherweise damit verbunden, dass man mit sehr vielen völlig unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen kann. Da kommen Landwirte, Ökonomen, Handwerker, Rentner, Schüler, Türkischstämmige, Anwälte zusammen – und alle verbinden die Grundgedanken der CDU. Dies macht wahrscheinlich die Stärke einer Volkspartei aus – es prallen viele gegensätzliche Interessen und Sichtweisen aufeinander, doch am Ende der Diskussion kann man sich immer noch in die Augen schauen, die Menschen werden von einer großen gemeinsamen Idee zusammengehalten.

Für mich war es wichtig, meine Migrationserfahrungen im Rahmen der allgemeinen Diskussionen um die Integrationspolitik einzubringen. Ich regte daher einige Verbesserungen der Integrationsarbeit in Laatzen an, konnte für die Junge Union Niedersachsen zwei Jahre lang in der Integrationspolitik aktiv werden und bin seit 2008 Mitglied im Arbeitskreis Migranten der CDU in Niedersachsen. Dieser Arbeitskreis steht auch stellvertretend für die Faszination in der CDU, dass vollkommen unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichstem kulturellen und familiären Hintergrund durch die CDU zusammenfinden, eine gemeinsame Basis haben durch die Werte, die den Menschen wichtig sind und die durch das Engagement in der CDU gemeinsam verteidigt werden.

Die CDU ist für mich eine Volkspartei, die so erfolgreich ist, weil sie von Anfang an eine Integrationskraft gehabt hat, denn eine Volkspartei ist kein abstrakter Begriff, sondern die Summe ihrer Mitglieder und deren Standpunkte. Entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, mussten damals mit früheren Zentrumspolitikern, Widerstandskämpfern, Katholiken und Protestanten viele politische Denkrichtungen zueinander gebracht werden. Dies ist damals eindrucksvoll gelungen. Auch heute hat die CDU diese besondere Integrationskraft. Sie beruht auf dem festen Standpunkt in den Kernthemen der Union: Werte bewahren, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft schützen, das christliche Menschenbild achten und dem Einzelnen die Selbstverantwortung zuzugestehen.

Diese Grundgedanken der CDU-Politik haben mich überzeugt. Ich bringe mich in der CDU und in unserer Gesellschaft ein, um diese Grundgedanken zu verteidigen und damit eine positive Weiterentwicklung unseres Landes, im Großen wie im Kleinen, zu ermöglichen. Weil es noch sehr viele weitere Menschen gibt, die dasselbe Ziel verfolgen, ist die CDU stark und kann sich zu Recht Volkspartei nennen.

Paul Derabin, 23 Jahre alt, ist Student der Rechtswissenschaften in Hannover.

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