Diskussion über Parteien mit Zukunft

Dr. Eva Högl, MdB: „Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei“

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1987 bin ich in die SPD eingetreten. Zu diesem Zeitpunkt war ich Schülerin und hatte mich seit einigen Jahren in der evangelischen Kirche ehrenamtlich engagiert. Meine Themen zu dieser Zeit waren insbesondere der Atomausstieg und Umweltschutz sowie die Gleichstellung von Männern und Frauen. Ein Thema, das bis heute aktuell und eines meiner Herzensthemen ist. Bald schon merkte ich, dass ich insbesondere die sozialen Themen am besten in einer politischen Partei bearbeiten könnte und ich dort auch Gleichgesinnte finden würde, um etwas zu bewirken. Da meine gesamte Familie in der SPD ist, habe ich mir zunächst zwei andere Parteien kurz angesehen und entschied ich mich dann für die Mitarbeit bei der SPD.
Warum die SPD? Für mich waren und sind die Grundwerte der SPD Freiheit, Gleichheit und Solidarität und die Themen soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Gleichberechtigung  die wesentlichen Gründe für mein politisches Engagement, das ich immer ehrenamtlich neben meinem Studium und meinem Beruf betrieben habe, bis ich Anfang 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages wurde. Für diese Themen stand und steht die SPD.

Zudem ist die SPD eine internationale Partei. Unser Ziel sind die vereinten Staaten von Europa – und zwar schon seit dem Heidelberger Program 1925. Dieses Bekenntnis ist für mich als leidenschaftliche Europäerin und Mitglied des Europaausschusses im Deutschen Bundestag besonders wichtig.

Die SPD ist Volkspartei und sie ist Mitgliederpartei. Dies ist in unserer Demokratie sehr wichtig. In der SPD gestalte ich Politik mit Personen mit verschiedenen Lebenswegen, Lebensentwürfen und Vorstellungen. Wir sind eine diskussionsfreudige und lebendige Partei und tauschen unsere Meinungen aus. Diese Gesprächs- und Diskussionsbereitschaft ist in keiner anderen Partei so ausgeprägt wie in der SPD. Die SPD ist für mich die Partei, die auf die Fragen unserer Zeit die passenden Antworten hat und gute Vorschläge macht.

Im Bundestag bearbeite ich die Themen Europa, Recht und Arbeit und Soziales. Nach den schrecklichen Morden durch Neonazis der sogenannten Zwickauer Zelle ist der Kampf gegen Rechtsextremismus wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Die SPD engagiert sich allein durch ihre Geschichte schon immer gegen jegliche Form von Rechtsextremismus. Seit meiner frühen Jugend habe ich an vielen Demonstrationen und Veranstaltungen gegen Rechtsextreme teilgenommen und freue mich, dass ich in Zukunft als Sprecherin der SPD im neuen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Morde durch Neonazis mich weiter aktiv gegen Rechts engagieren kann.

Diese Themen sind mir persönlich sehr wichtig und deshalb engagiere ich mich seit nunmehr 25 Jahren sehr gerne in der SPD – nicht nur als Bundestagsabgeordnete, sondern auch ehrenamtlich neben meinem Mandat als Vorsitzende der sozialdemokratischen Frauen und als Mitglied in meinem Ortsverein.

Dr. Eva Högl, MdB, sitzt seit 2009 für die SPD im Deutschen Bundestag. Die promovierte Juristin ist dort u.a. Mitglied im Rechtsausschuss.

Ein Kommentar

  1. das finde ich doch einmal wirkliche Demokratie!!
    unter dem Konterfei von Herrn Dr. Adenauer stellen sich zwei MdB vor, die unterschiedlicher nicht sein können.
    Ich bin zwar seit ca. 30 Jahren – mit einer kleinen Unterbrechung – Mitglied in der CDU aber wie sich Frau Dr. Eva Högl MdB der SPD darsstellen darf und das auch noch überzeugend tut, ist sensationell.

    Ich also bin Mitglied in einer arg gerupften Volkspartei – ich meine den Mitgleiderverlust durch bewusstes austreten – aber ich konnte lernen, dass man in einer “neugregründeten Partei” nicht das Spektrum abdecken kann, die mir wichtig sind.
    Ich wünsche mir aber auch – obwohl heute bereits Senior – dass sich die CDU mehr traut auf die mündigen Bürger zu zu gehen, z. B. durch Urwahl bei der Besetzung von wichtigen Posten wie z.B bei der Aufstellung der Person die uns in den Wahlkampf führt. Als Beispiel dient mir hier die Urwahl der französischen Sozialisten im Jahre 2006.
    Vielleicht muss es ja nicht gleich der ganz grosse Wurf sein, aber ich möchte anregen, dass unsere Satzung “Mitgliederbefragung in Sach- und Personalfragen” offensiv behandelt wird und nicht auf drei Regionalsitzungen beschränkt wird.

    Ich lebe und wirke in der CDU und möchte helfen die Zukunft dieser Partei und dieser Gesellschaft weiter zu entwickeln.

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