Diskussion über Parteien mit Zukunft

“Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei…” – Katherina Reiche MdB

| 1 Kommentar

Der Politologe Dolf Sternberger, der den Begriff Volkspartei mit geprägt hat, hat in seiner Heidelberger Antrittsvorlesung vor einem halben Jahrhundert einen bemerkenswerten Satz formuliert. „Das Politische müssen und wollen wir zu begreifen versuchen als den Bereich der Bestrebungen, Frieden herzustellen, Frieden zu bewahren, zu gewährleisten, zu schützen und freilich auch zu verteidigen“. Dies ist im Kern Auftrag der Politik, auch wenn manchem bezogen auf das eigene Aufgabenfeld dies als verkürzt erscheinen mag. Ohne Frieden nach außen wie nach innen ist alles nichts. Wer das zu akzeptieren vermag, dem wird schnell klar, dass zum Erreichen des Ziels Frieden ein jeder guten Willens nötig ist. Damit begründet sich ihre Vereinigung z.B. in Parteien. 

Nach Artikel 21 Grundgesetz wirken die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass Mitwirkung zum Erreichen oder Verwirklichen von Zielen auch von dem „Härtetest“, der sich Argumente und Gegenargumente unterziehen müssen, abhängt: der streitigen Auseinandersetzung um den rechten Weg.

Nach meiner Auffassung ist es nötig, Erfahrung und Wissen von Jung und Alt, von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, von den Glaubensgemeinschaften, über die eine Volkspartei verfügt, in den politischen Willensbildungsprozess einzubringen. Aus diesem breiten Fundus schöpfen zu können, ist besonders in Krisenzeiten von besonderem Wert. Die Christlich Demokratische Union ist lebendiger Beweis einer solchen Sicherheit, die Mandatsträger und Verantwortliche aller Ebenen in ihrem Auftrag bestärken.

Die Volkspartei trägt zum Ausgleich partikularer Interessen bei und dient damit dem Gemeinwohl. Sie leistet selbst so einen wesentlichen Beitrag zum Frieden nach Innen. Es ist das Gefühl, auf einem festen Fundament zu stehen und dabei die Lebendigkeit und Kraft zu spüren, die vom Ringen um den rechten Weg ausgeht, die mich in meiner Entscheidung, Mitglied einer Volkspartei, Mitglied der Christlich Demokratischen Union zu sein, bestärken.

Katherina Reiche MdB, ist Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Ein Kommentar

  1. Zwei Gedanken aus meinem Politischen Tagebuch:

    Was kann ich ! ( 62 – 252; 23.01.12 )
    Eine KANDIDATEN – PRÄSENTATION
    muss heute unter dem Titel stehen “Was kann ich !”
    und nicht wie früher “Wer bin ich ?”
    ___

    Mangelnde Bürgernähe ( 67 – 271; 07.05.12 )

    Eine sich bekennende VOLKSPARTEI,
    die sich aber vom VOLK entfernt,
    - sich also entfremdet -,
    verliert irgendwann zwangsläufig
    ihre gewohnte MEHRHEITSFÄHIGKEIT …
    Politisches STRAßENTHEATER
    vor WAHLEN ist längst kein BEWEIS mehr
    für proklamierte BÜRGERNÄHE !
    ___
    (c) P. Achim Tettschlag, Erfurt

Wir laden herzlich ein, die Beiträge zu kommentieren. Es sei darauf hingewiesen, dass wir uns eine moderierte Kommentarfunktion vorbehalten. Wir sind neugierig auf Ihre Reaktionen und auf eine offene Diskussion mit Ihnen!

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*