Diskussion über Parteien mit Zukunft

„Darum sind wir Mitglieder einer Volkspartei“ – Dagmar und Tankred Schipanski

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Eine Volkspartei wendet sich grundsätzlich an Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen unseres Landes. Mir gefällt der englische Begriff „big-tent-party“, weil er bildhaft ausdrückt, was gemeint ist. Unter einem „großen Zelt“ vereint die Volkspartei unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Prägungen und Anschauungen. Meine Überzeugung ist es, dass eine politische Partei diese vielfältigen Interessen abbilden und in Ausgleich bringen sollte, anstatt nur das Teilinteresse einer einzelnen Gruppe zu vertreten. (Tankred Schipanski)

Dagmar Schipanski: Zentral ist es, was die unterschiedlichen Mitglieder in einer Volkspartei eint. Sie teilen gemeinsame Grundwerte, die für unser gesellschaftliches Zusammenleben unabdingbar sind.  Wir alle sind aufgerufen daran mitzuarbeiten, dass Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Solidarität in unserer Gesellschaft bewahrt werden. Diese Werte stehen in der Tradition der CDU und geben uns Orientierung in den verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft, sei es in der Bildung, in der Wissenschaft und Forschung, im Beruf und in der Familie oder in der Wirtschaft.

Tankred Schipanski: Die Grundwerte die meine Mutter nennt, Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit , bilden den festen Kompass der Arbeit der CDU und gelten auch in sich rasant verändernden Zeiten. An ihnen messen wir alte Antworten und mit ihnen  finden wir neue Wege um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Eine Volkspartei bildet die größte Schnittmenge von Interessen und Themen. Mitglied einer Volkspartei zu sein bedeutet für mich, sich auch unabhängig von persönlicher Betroffenheit für das Gemeinwohl zu engagieren. Darin unterscheidet sie sich beispielsweise von Bürgerinitiativen und bietet nach meiner Überzeugung größerem Raum, das gesellschaftliche Leben mitzugestalten.

Dagmar Schipanski: Ich bin froh, dass wir heute in einer offenen Gesellschaft leben, deren verschiedene Lebensbereiche nicht mehr an kollektiven Zielen von „oben“ ausgerichtet sind. Wir können frei darüber entscheiden, in welche Richtung wir in Zukunft gehen wollen. Dazu brauchen wir einen Grundkonsens über die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Über die Richtung, in die wir uns entwickeln wollen, brauchen wir eine offene Diskussion, die unterschiedliche Interessen nicht unter den Tisch kehrt und sich mit beschönigender Ost-Nostalgie auseinandersetzt. Nach den Erfahrungen in der DDR-Zeit war es vor allem mein Wille, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten und nicht „im stillen Kämmerlein“ nur dagegen zu sein. Deshalb bin ich einer Volkspartei beigetreten, die um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland bemüht ist und ich setze mich für aktive, gelebte demokratische Mitgestaltung ein.

Dagmar und Tankred Schipanski

Ein Kommentar

  1. Das Wort “Volkspartei” suggeriert es handele sich um eine Partei des Volkes.
    Ich empfehle diesen sog. Volksparteien sich mal die Zahl ihrer Mitglieder
    zu Gemüte zu führen und wer dann noch glaubt es gäbe in der BRD Volks-
    parteien, der leidet massiv unter Wahrnehmungsstörungen. Mit derartigen Umfragen soll doch nur der völlig absurde Eindruck, es gäbe Volksparteien,
    im Volk verfestigt werden.
    Es gibt definitiv keine Volksparteien, wohl aber Parteien, die seit sie bestehen
    versuchen sich ihr Volk zu”basteln”. Das gelingt um so weniger je mehr diese Parteien die Interessen der Wirtschaftseliten, der Kirchen zu ihrem
    alleinigen Credo erklären. Eine Volkspartei ist aber nur dann eine Volkspartei, wenn sie ausschließlich dem Wohle des VOLKES dient.
    Eliten sind nur ein winziger, meist auch noch maßlos überschätzter Teil des Volkes. Also bleiben sie mal schön auf dem Teppich, das Volk ist nicht so dumm wie es die sog. Volksparteien gerne hätten!

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