Diskussion über Parteien mit Zukunft

Volksparteien – Wo bleibt der kleine Mann?

| 2 Kommentare

Erkenntnisse aus einer qualitativen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Teil III.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat als Test für weitere Umfragen eine qualitative Studie erstellt. Die dort Befragten haben ganz klare Vorstellungen davon, was sie sich von einer Volkspartei wünschen.

Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen Bürgernähe und das Einsetzen für den „kleinen Mann“ und den „gesunden Mittelstand“. Hier sehen einige Befragte aktuell Defizite. Die Volksparteien würden keine Politik für die kleinen Leute betreiben, sondern für Banken und Wirtschaft. Als kleine Leute begreifen sich dabei nahezu alle Befragten, selbst die besser Verdienenden. Dies scheint ein Sammelbegriff zu sein, mit dem sich ein Großteil der Befragten identifizieren kann: „Mehr Bürgernähe zum kleinen Mann“; „Ja, dicht am Volk dran. ‚Volkspartei’ heißt, dass sie sich mit den Themen, die ich eben genannt hab, beschäftigt. Mit den Themen des kleinen Mannes, der Familien, der Menschen, um die es eigentlich geht in diesem Staat, und nicht um die Unternehmen und die Geldgeber und indirekten Mächte“. 

Gleichzeitig distanzieren sich viele Befragte von Hartz-IV-Empfängern, die teilweise als „Sozialschmarotzer“ bezeichnet werden. Von diesen grenzen sie sich ab. Hartz-IV wird als sozialer Abstieg in seiner schlimmsten Form wahrgenommen. Soziale Gerechtigkeit ist vielen Befragten ein Bedürfnis, bedeutet aber vor allem Leistungsgerechtigkeit. Leistung soll angemessen entlohnt werden. Eine Unterstützung ohne Leistung wird dagegen nur von den Befragten befürwortet, die selbst einmal Erfahrungen mit Hartz-IV gemacht haben: „Mehr Bürgernähe zum kleinen Mann, soll aber nicht heißen zum Arbeitslosen, sondern zum Arbeitenden“; „Dass jeder genug zum Leben hat, das muss sein, auf jeden Fall. Aber wer nichts geschafft hat, der soll nichts kriegen“.

Weitere Punkte auf dem Wunschzettel sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich von einer Partei, dass sie glaubwürdig und vertrauenswürdig ist und ihre Versprechen hält. Aktuell werden den Volksparteien Glaubwürdigkeits- und Vertrauensdefizite attestiert: „Die wär auf jeden Fall volksnah […], die wäre glaubwürdig und sich selber treu und würde ihre Versprechen halten können und auch halten“.

Die Umfrage hat gezeigt, dass es definitiv zu früh wäre, die Totenglocken für die Volksparteien zu läuten. Volksparteien sind nach wie vor attraktiv für viele Wähler. Sie müssen es nur schaffen, wieder wörtlich genommen und als Parteien für das Volk und den „kleinen Mann“ wahrgenommen zu werden.

Sabine Pokorny

Teil I: Eine Partei fürs Volk: Durchsetzungskraft und Interessenausgleich

Teil II: Motive der Wahlentscheidung für Volksparteien: Vererbte Liebe?

2 Kommentare

  1. Hallo

    Ich bin nur ein kleines Licht, doch möchte ich hell leuchten um Deutschland zu helfen.

    Deutschland ist krank. Natürlich geht es uns besser, als so vielen anderen Menschen auf der Welt, die Hunger leiden oder zusätzlich noch in Angst & Schrecken des Krieges leben, doch Deutschland stirbt: Stück für Stück, genauso wie die Welt.

    Unsere Krankheit hat viele Symptome:
    … ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll …

    • Zu wenige Kinder werden geboren
    • Die Bevölkerung wird immer älter, doch die, die Zahlen und Pflegen können, immer weniger
    • Zu viele Arbeitslose
    • Zu viele unmotivierte Jugendliche mit schlechten Zukunftschancen
    • Kinderarmut
    • Altersarmut
    • Löhne unterm Minimum
    • Die Kluft zw. den Reichen und den Armen wird immer größer
    • Arbeit Rund um die Uhr ohne Ruhepause und unter Zeitdruck, immer auf Abruf
    dadurch total überlastet und ausgebrannt
    • Verschuldet über beide Ohren
    • Seltsame Machenschaften im wichtigen Bereichen wie
    Politik
    Gesundheit
    Bankwesen
    Wirtschaft
    • Vernichtung unseres Lebensraumes durch Umweltverschmutzung usw.
    • Wachsende Müllberge

    Dieses sind nur einige Punkte. Ich bin mir sicher, Euch fallen auf Anhieb noch viel mehr ein!

    Ich weiß nicht viel über Politik, doch das „Hier und Jetzt“ möchte ich verändern. Ich habe mich zu den einzelnen Parteien etwas belesen; mit dem Ergebnis: … keine ist gut. Ist schon klar: es gibt kein Schwarz oder Weiß; nur Grautöne, doch die angebotenen dunklen Grautöne gefallen alle mir nicht.

    Ich möchte wirklich etwas verändern!!! Ich hätte auch schon ein Paar Ideen, aber ich weiß nicht, an wenn ich sie herantragen kann, damit Sie nicht gleich im Mülleimer landen, denn Leider hat die große Zahl der Menschheit von Natur aus Angst vor Veränderungen.

    Als Erstes müsste sich etwas in der Politik tun!!! Wie kann es sein, dass dort das Geld regiert?
    Wir, die kleinen Lichter der Gesellschaft, wählen Menschen, die uns dort oben vertreten! Wir machen sie zu dem, was sie sind! Das scheinen die Politiker zu vergessen, wenn sie die Macht inne haben; dann zählt nur noch das eigene Geld.

    Was ließe sich nicht alles machen mit dem nötigen Kleingeld …

    Der Umwelt zu liebe sollen wir am besten auf unsere Autos weitestgehend verzichten: dann sollte es auch von der Politik den richtigen Anreizt dazu geben! Bahnfahren für ein Apfel und ein Ei! Die Politik sollte dafür sorgen, dass die Bahnstrecken ausgebaut, an den richtigen Stellen mehr und längere Züge eingesetzt und auch die Stoßzeiten beachtet werden. Es sollten mehr Leute als Kontrolleure einstellt werden, die ein bei Fragen behilflich sind, die aber auch Geldstrafen verhängen dürfen, bei Beschädigung oder Verschmutzung der Züge durch Kaugummis, Kippen, in die Ecke pissen usw. Wenn sehr viele Leute mit der Bahn fahren, rechnen sich auch sehr kleine Beträge. Natürlich müssten dann die Züge einen Mindeststandart haben: funktionstüchtige Toiletten, Klimaanlagen, Heizungen und gesonderte Bereiche für Schwangere und Mütter mit Kleinkindern. Gemeinsam für alle! So können wir Deutschland verbessern! Mehr Jobs wären dadurch auf dem Markt und auch die eigenen Ausgaben jedes Einzelnen wären geringer. Elektroautos in jeder Stadt, die man einfach durch eine Ap finden und ausleihen könnte, würden dann einen nahe an den gewünschten Ort bringen, wenn man nicht mit dem Bus fahren möchte. Soweit ich weiß, wird so etwas sogar schon getestet.

    Ja, das Geld das wir immer wieder in Autohersteller pumpen, könnten wir bestimmt anders besser nutzen! Wer kauft schon jedes Jahr ein neues Auto? Oder besser gefragt, wer kann sich bald überhaupt noch leisten ein Nigel nagelneues Auto zu kaufen? Strom soll demnächst teurer werden genauso wie Miete, Essen, Benzin und vieles andere auch.
    Ja, klar, Arbeitsplätze würden verloren gehen, wenn einer dieser Riesen zu machen müsste, doch momentan braucht Deutschland auch ganz viele Leute, die etwas drauf haben! Wir wollen wieder selber fördern. China kauft alles an Rohstoffen auf, was es haben kann und Deutschland hat alles Mögliche zu bieten!
    Auch brauchen wir Leute in anderen Bereichen: Kinderbetreuung und Altenpflege sowie Lehrer werden ständig gesucht. Menschen mit Geschick und gutem Wissen in handwerklichen Berufen werden gerne genommen, denn davon gibt es immer weniger.

    Von uns Deutschen gibt es immer weniger. … Im Fernseher rufen Vereine auf zu Spenden für leidende Kinder die hungern und kaum etwas zum anziehen haben. Sie sprechen von hohen Sterberaten der Kinder, doch ich frage mich oft, wie viele Kinder am selbigen Tag geboren werden … mehr oder weniger?
    Unsere Geburtenrate sinkt von Jahr zu Jahr und das hat schwerwiegenden Folgen. Jeder Einzelne von uns muss monatlich einiges zahlen, damit unsere ältere Gesellschaft einigermaßen versorgt ist. Oft mehr schlecht als recht. Dieser Beitrag wird sich in den nächsten Jahren sogar noch sehr steigern, da immer weniger arbeiten und etwas einzahlen und immer mehr in Rente gehen und durch das gute Gesundheitswesen oft über 90 Jahre alt werden. Was mit den jungen Leuten mal ist, wenn die 90 Jahre alt sind, kann uns keiner sagen, aber zahlen sollen sie erst mal!
    Dieses Problem ist schon sehr lange bekannt. Aber was unternimmt die Politik? Sie streiten sich über das Betreuungsgeld! Hallo? Da muss sehr viel mehr passieren als nur das Betreuungsgeld!!! Ich habe nichts gegen andere Menschen und Kulturen. Ich heiße alle mit einem Lächeln willkommen und weiß, wir sind auf sie angewiesen, doch möchte ich nicht, dass wir Deutschen und unsere Kultur komplett aussterben!
    Da ist in der Politik in den letzten Jahren etwas ganz schief gelaufen, was dringend behoben werden sollte! Elternzeit, Elterngelt sowie Kindergelt ist ja alles schön und gut, aber nicht ausreichend!

    Was wir wollen, dass sind motivierte Menschen, wissbegierig, voller Tatendrang mit neuen Ideen und Zukunftsvisionen! Sie sollen unser Wirtschaft voran treiben und uns unseren Lebensstandard erhalten. Um diese Menschen zu bekommen, muss die Regierung die Weichen frühzeitig stellen!

    Kinder sind sehr viel Arbeit und bedeuten für die Eltern oft eine Menge Entbehrungen, aber machen einem natürlich auch sehr viel Freude! Dennoch bedeutet es oft Karrierestopp eines Elternteils und auch sehr hohe finanzielle Einbußen. Kinder brauchen ständig neue Kleidung und Schuhe, weil sie ja wachsen. Betreuungsgeld, Geld für Spielzeug, Kindermöbel, Schulsachen und sonstiges Kosten fallen an. Also wenn wir mehr Kinder wollen, damit aus denen einmal die neue Generation heran wächst, müssen wir Familien lukrativer machen!

    Aber das ist nicht ausreichend! Wenn wir uns die Jungend von heute anschauen, hat ein Großteil Probleme einen Job oder nur einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Das liegt nicht unbedingt daran, dass es keine Plätze gibt, sondern dass sie nicht den Anforderungen entsprechen. Das heißt nicht sie wären dumm, ganz im Gegenteil! Oft sind sie sehr klug, aber entwurzelt und mehr oder weniger allein, ohne Rückenwind und Zuspruch der Eltern, deren Aufgabe es doch eigentlich ist, ihnen Wurzeln und Flügel zu geben. Wenn wir erst anfangen uns um sie zu kümmern, wenn sie sich für eine Stelle bewerben sollen, ist das zu spät. Wir müssen früher ansetzen.
    Wie sehen die Familien aus, aus denen die Jugendlichen kommen, die nicht die Stelle ihrer Wahl bekommen? Kinder von Geringverdienern, Harz 4 Empfängern, Emigranten und auch Workaholics.

    Was sagt uns das? Unser Schulwesen muss überarbeitet werden! Und das ist nicht Landessache, sondern Sache der Regierung, weil die Länder es nicht hinbekommen! Wir brauchen einheitliche Lehrpläne und Schulsysteme in ganz Deutschland, damit dieser ganze Wirrwarr, den man nicht miteinander vergleichen kann verschwindet. Damit wird es auch für die Arbeitnehmer einfacher, denn eine 1 ist dann eine 1 in Berlin und auch in Bayern und nicht plötzlich eine 3, nur weil man sich in Bayern bewirbt.
    Außerdem müssen die Schüler besser gefördert werden können. Spezielles Schulgelt für Harz 4 Empfänger ist ja gut, aber hilft glaube ich nicht viel weiter. Kinder brauchen Anerkennung und Unterstützung damit sie Spaß am Lernen und Leben habe. In der Grundschule klappt das meist noch recht gut doch danach nimmt es rapide ab. Umso älter ein Kind wird, umso mehr nehmen die Eltern vieles als selbstverständlich hin und das Kind fühlt sich ungerecht behandelt. Die Unterstützung beim Lernen geht oft mit der Zeit verloren, weil die Eltern so etwas selber nicht mehr können oder weil sie wegen der vielen Arbeit keine Zeit haben, um Ihren Kindern zu helfen etwas zu verstehen.

    Wenn wir gute Arbeitskräfte in der Zukunft haben wollen, müssen wir erst einmal investieren! Jede Schule sollte so etwas wie eine eigene Bibliothek und Computerraum mit Internet Zugang haben.
    Untersuchungen haben gezeigt, ein Internetzugang für ein Kind ersetzt nicht die Bibliothek. Zum einem muss das Kind erst lernen, die richtigen und wichtigen Sachen von den unwichtigen bei goole zu trennen und zum anderen: etwas, dass man im Buch nachgeschlagen hat, prägt sich viel besser ein, als dass, was man gegoogelt hat.
    Wichtig ist es auch wieder Fächer wie Schulgarten, gesunde Ernährung (kochen), Handarbeit (nähen, stricken, häkeln, flicken, sticken, Knopfannähen) usw. im Lehrplan auf zunehmen. Jeder Mensch sollte eine Gurke von einer Tomate unterscheiden und schnell ein Knopf wieder annähen können!
    Außerdem wollen wir gesunde Menschen heranziehen, die nicht schon mit 30 diverse Tabletten gegen Diabetes, Bluthochdruck und sonstiges schlucken müssen!
    Geld sparen könnte man auch bei den Schulbüchern. Warum müssen fast alle Schulbücher selber gekauft werden? Und warum hat an einer Schule mit drei 1. Klassen, jede Klasse ein anderes Schulbuch? Arbeitshefte zu kaufen ist Sinnvoll, aber Bücher? Warum kann die Schule (Regierung) sie nicht kaufen und am Schuljahresanfang an die Schüler verteilen und am Ende des Jahres sie wieder einsammeln? Ein beschädigtes Buch müsste selbstverständlich durch den, der das Buch geliehen hatte, neu gekauft werden.
    Damit könnte man auch wieder große Geldsorgen von den Familien nehmen! Schulmaterialien sind teuer! In der Schulbibliothek könnte man auch von jedem Schulbuch 1-2 Exemplare haben, damit man noch mal etwas nachlesen kann, wenn man es braucht aber das Buch schon zurückgegeben hat.
    Außerdem bin ich dagegen Eltern Geld abzuknöpfen, wenn die Kinder nicht beim Unterricht erscheinen. Lieber sollte man überlegen, wie man die Kinder dazu bringt, zu kommen. Oder nachfragen warum sie so Verantwortungslos dem Unterricht fern bleiben.
    Vielleicht könnte man sie mit Auszeichnungen locken oder Stipendien vergeben bei sehr guten Leistungen.
    Oder noch viel einfacher, den Kindern Ihre Wurzeln und Flügel zurück geben.
    Derzeit kann es sich kaum einer leisten Hausfrau/-mann zu sein. Das monatliche Einkommen eines Normalverdieners reicht nicht aus um eine Kleinfamilie mit einem Kind durch zu bekommen! Was ist also das Resultat? Die Kinder werden recht früh in Betreuung gegeben (was auch von der jetzigen Politik so gewollt ist) und wenn sie größer sind, sich mehr oder weniger sich selbst überlassen.
    Sie sprechen lieber mit ihren Freunden über Ängste, Probleme, Hoffnungen und Träume als mit ihren Eltern. Man hat sich irgendwie auseinandergelebt und keiner weiß mehr so genau, was den anderen bewegt und kleine Missverständnisse verhärten die Fronten. Ergebnis bei den Teenys: eine „Ist mir alles Scheiß Egal“-Stimmung und nur das hier und jetzt mit Freunden, denen es genauso geht, zählt!
    Alles andere ist Egal!
    Mit dieser Einstellung verbauen sie sich dann die Zukunft. Sie schwänzen die Schule, rauchen, trinken Alkohol und rutschen immer weiter ab, oder flüchten sich in die unwirkliche Welt des Internets mit Spielen oder anderen Süchten.

    Ich sag nicht, dass es immer so ist, aber solche Fälle häufen sich.
    Meine Meinung ist, dass es dem Elternteil, der gerne bei seinem Kind sein möchte, um es gut auf das Leben vorbereiten zu können, ermöglicht werden sollte ohne große finanzielle Einbußen und knappen Zeitvorgaben!

    Außerdem muss den Politikern ein Riegel vorgeschoben werden: ein Gesetzt, dass es ihnen vorschreibt nur Politiker zu sein und nicht noch irgendwo im Vorsitz und Kontrolle und was weiß ich wo zu sein.
    Die Politiker haben jetzt lange genug in Ihre eigenen Taschen gewirtschaftet auf unsere Kosten! Diese ganzen miesen Machenschaften, ärgern mich! Frontal 21 oder Extra decken jede Woche neuer Ärgernisse auf! Unser politisches System stinkt zum Himmel! Lobbyisten haben viel zu viel Einfluss auf politische Entscheidungen!

    Unsere ganze Wirtschaft stinkt! Die Produkte auf unserem Markt sind alle mehr oder weniger Wegwerfproduckte. Egal was, ob Kleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte, Multimedia oder weiß der Geier was sind schon von vorherein so konstruiert, dass sie nach einer bestimmten Zeit den Geist aufgeben. Außerdem ist es dann meistens günstiger sich ein neues Gerät zu kaufen, als es reparieren zu lassen. Das selber reparieren wird einem erschwert, da die Hersteller besondere Schrauben und so weiter benutzen, die ein Ottonormalverbraucher nicht öffnen kann.
    Die Zeitschrift ÖKO TEST hat in ihrer Oktober Ausgabe einen sehr ausführlichen Bericht veröffentlicht, der mir dir die Ohren Wackeln lasst.

    Die Ressourcen der Welt werden immer knapper. Jeder in der Politik spricht von Klimawandel und Umweltverschmutzung. Aber Hallo! Laut dem Bericht landen jährlich in Deutschland 110.000 Tonnen Unterhaltungselektronik auf der Halde, 110.000 Tonnen IT-Technik, 800.000 Tonnen Haushaltsgroßgeräte. Der Schrott enthält wertvolle Metalle wie Gold und Platium, dazu Kupfer, Aluminium oder Stahl- Alles Rohstoffe, die auf dem Weltmarkt immer knapper werden. Zudem bestehen die Geräte aus Kunststoffen, die aus wertvollem Erdöl hergestellt sind. Können wir es uns da leisten, die Gegenstände, für deren Produktion große Mengen an Material und Energie verbraucht wurden, nach kurzer Zeit weg zuwerfen?

    Unsere Wirtschaft ist auf Verkauf ausgelegt, Massenware und Wegwerfprodukte auf Kosten unserer Umwelt und Gesundheit. Billigprodukte mit schädlichen Weichmachern. Komisch: die Politik will Kinder, aber Weichmacher in allen möglichen Gebrauchsgegenständen, die uns unfruchtbar machen, verbieten Sie nicht! Dänemark muss es uns erst vormachen und selbst jetzt, überlegt die Politik immer noch ob es gut ist, weil die Wirtschaft dadurch ins Wanken gerät.

    Dieses Nichtstun zeigt sich auch in den Lebensmitteln, sonst wären gewisse Pestizide und Praktiken schon längst verboten!

    Die Frage ist, wollen wir uns das wirklich alles weiter so gefallen lassen?
    Ich möchte eine Partei die wirklich etwas verändert und nicht nur an der Oberfläche etwas kratzt! Die Wirtschaft und Politik muss sich wandeln. Weg von Konsum und Geldgier!!! Wichtiger sind wir Menschen und unsere Gesundheit!

    Wer hilft mir meine Träume für eine bessere Zukunft zu verwirklichen! Wer ist meiner Meinung?

  2. Hallo Frau Buchwald!
    Ihnen kann ganz einfach geholfen werden. Aber? Aber nur wenn Sie bereit zur Desillusion sind. Alle Ihre zweifellos berechtigten Wünsche basieren doch darauf, dass Sie davon ausgehen, dass die guten Seiten des Menschen doch bitte, bitte nun endlich über die bösen Seiten des Individuums siegen mögen. Dieser Wunsch ist so alt wie die Menschheit und so irreal wie die unkontrollierbare Welt unserer (auch Ihrer!) Gedanken. Nicht vergessen, die Gesellschaft ist nur die Summe aller Eigenschaften der in ihr lebenden Individuen. Es ist die nicht wahr haben wollende Bipolarität allen Seins, die dem Unbedarften immer wieder die Knüppel zwischen seine euphorischen Wünsche und den optimal möglichen Realitäten wirft.

    Mit anderen einfachen Worten, jeder Mensch, aber auch jedes Gesetz (die brauchen wir ja nur, weil es Gut und Böse gibt), ja jedes Wetter und jede Entwicklung hat gute und schlechte Seiten. Der einzelne Mensch macht in diesem Zusammenhang doch nur seine persönliche Abwägung. Die Aufgabe der Politik ist der Kompromiss im Ganzen.

    Ein Vorschlag: Unterziehen Sie doch einmal alle Ihre Vorstellungen, alle Ihre (und die der Anderen!) Bedürfnisse und alle Ihre Erlebnisse der eingehenden Prüfung, was denn unter Berücksichtigung des stets schwankenden Verhältnisses von Gut und Böse machbar gewesen ist und sein wird. Tun Sie das konsequent, dann werden Sie sehen, das jedes „Ding“ mindestens 2, häufig aber eine ganze Reihe von Seiten hat. Auch viele Triebtäter glauben, dass sie in „ihrem“ Recht sind. Alle Kriminellen und politischen Übeltäter haben immer irgendwo noch eine Argumentation, eine fadenscheinige Welt, einen Winkel, in dem Sie glauben im Recht sein zu können. Das gilt selbstverständlich auch für alle Religionen. Unterziehen Sie doch bitte einmal die Motivationen und Ziele von Menschen und Menschengruppen der Prüfung hinsichtlich der Unzulänglichkeiten von Vorgaben und Gesetzen, von Absichten und unberechtigten Vorteilen. Tun Sie das konsequent und permanent, werden Sie feststellen müssen, was denn pragmatisch überhaupt möglich ist und wo etwas schief gehen muss. Das Schlechte findet immer eine Lücke um dem Bösen ein Bein zu stellen! Beispiel: Ein wohlwollendes Gesetz für Bedürftige wird, wenn keine strikten und wasserdichten Regularien vorgegeben werden, sofort auch die anlocken, für die das Gesetz nicht gedacht war.

    Wenn Sie in der Lage sind, diese abwägende Beurteilung von Menschen und Situationen im Zusammenhang mit zu erwartenden Entwicklungen anzuwenden, werden Sie immer den Anderen einen Schritt voraus sein. Allerdings auch mit dem Risiko als (und leider erst später gerechtfertigte) „Besserwisserin“ zu gelten. Bewahren Sie sich ihre Illusionen, aber machen Sie sie bitte nicht zum Maßstab des Machbaren für die Gesellschaft. Das fein säuberlich zu trennen, ohne verzweifelt zu werden, das ist ein Drahtseilakt. Machen Sie in der Politik mit. Wenn in Gesetzen, in Absichten und in Ergebnissen nur 51% gut und leider 49 % nicht so gewünscht sind, haben Sie einen Erfolg.

Hinterlasse einen Kommentar zu Stefanie Buchwald Antworten abbrechen

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*