Motive der Wahlentscheidung für Volksparteien: Vererbte Liebe?

Weitere Erkenntnisse aus der qualitativen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung

 Wie werden eigentlich politische Einstellungen geprägt? Welche Motive beeinflussen die Wahlentscheidung für oder gegen eine Volkspartei? Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat in einer qualitativen Studie insbesondere bei Stammwählern gefragt.

Bei der Wahlentscheidung steht ganz klar die eigene, sehr persönliche und aktuelle Interessen- und Problemlage im Vordergrund. Gesamtgesellschaftliche Probleme werden zwar berücksichtigt, stehen für die Befragten jedoch nicht im Fokus. Sie erwarten stattdessen von einer Partei, dass sie ihre konkreten Probleme löst, die zwischen den Befragten sehr stark variieren: „dass die SPD mir nie Themen bot, mit denen ich mich identifizieren konnte oder die mich irgendwie wirklich was angingen“.  Weiterlesen

Roman Herzog: Stabilität gibt es nur durch Volksparteien

Die Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich zu einer stabilen Demokratie, weil es Volksparteien – allen voran der Union – gelang, Mitglieder und noch viel mehr Wähler aus allen Schichten des Volkes dauerhaft hinter sich zu versammeln.  Nur Volksparteien waren und sind in der Lage, alle relevanten Interessen der Gesellschaft aufzunehmen und halbwegs in sich auszugleichen. Die soziale Vielfalt und der gelungene Interessenausgleich schufen die Voraussetzungen dafür, dass keine Schicht einseitig bevorzugt und keine einseitig benachteiligt wurde. Sozialer Friede, politische Lösungen, die breite Zustimmung fanden, und ein weiteste Teile der Bevölkerung umfassender Wohlstand waren die Folge dieses erfolgreichen Handelns der Volksparteien.
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Volksparteien – eine qualitative Studie

Eine Partei fürs Volk: Durchsetzungskraft und Interessenausgleich

Teile von Öffentlichkeit und Forschung haben schon das Ende der Volksparteien verkündet. Sie argumentieren mit den sinkenden Stimmenanteilen der Volksparteien und einem zunehmenden Mitgliederschwund. Dies beschreibt den Sachverhalt, greift jedoch zu kurz, da es sich um rein quantitative Merkmale von Volksparteien handelt. Für die Diskussion um die Zukunft der Volksparteien ist die emotionale Motivationsstruktur der Wähler mindestens genauso bedeutsam wie die quantitativen Anhaltspunkte. Deshalb hat die Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht, wie Volksparteien bewertet werden, was sie für Wähler attraktiv macht und weshalb sich manche Wähler abgewendet haben.
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Markenmanagement oder: Was die CDU von Apple unterscheidet

„Gebt den Markenkern nicht auf“, wird in der Diskussion um inhaltliche Neuausrichtung und Modernisierung der CDU gemahnt. Während um die eigene Identität noch gerungen wird, scheint für die Diskuntanten längst ausgemachte Sache zu sein, Parteien als Marken zu präsentieren. Ein reizvoller Gedanke: Schließlich ist es das Markenimage, das Apple, Google, Coca Cola und McDonalds so wertvoll macht, nicht etwa die materielle Infrastruktur des Unternehmens.

Eine Marke besteht aus funktionalen und emotionalen Werten, die  gemeinsam  dem Kunden – oder Wähler – eine einmalige und willkommene Erfahrung versprechen. Der Erfolg einer Marke beruht auf der Harmonie zwischen der vom Management bestimmten Markenidentität, deren professionellen Umsetzung und Kommunikation durch die Mitarbeiter oder Mitglieder und schließlich der Wertschätzung durch die Konsumenten.  Wenn es gut läuft, finden Marken loyale Kunden, im Fall von Apple auch begeisterte Fans, die dem Unternehmen lukrative Gewinnspannen verheißen.
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Alles ganz einfach? Die Vermessung einer schmerzlichen Niederlage!

Eine Analyse des Ergebnisses der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen

Das Ergebnis der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und seine Gründe sprechen für den Vorschlag der Jungen Union, ein neues Grundsatzprogramm zu erarbeiten.

Am Wahlabend sieht – erst recht bei den Erklärungsversuchen vor der Kamera – alles meistens ganz schrecklich einfach aus: Die einen sagen: „Die Stimmung im Bund war gegen uns.“ Die anderen sagen: „Es war der falsche Kandidat.“ Wieder andere behaupten, es war am Ende doch eben die Partei selbst, die Fehler gemacht hat, und überhaupt war die Kampagne „völlig daneben“. Die Wahrheit liegt – wie meistens – wesentlich tiefer, als diese oberflächlichen Einschätzungen vermuten lassen! Auch im jüngsten dieser Fälle, bei der schmerzhaften Niederlage an Rhein, Ruhr und Wupper, hilft der differenzierte Blick. Die – nun wieder simple – Wahrheit ist zudem, dass es sich die CDU in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Land Deutschlands, kaum leisten kann, die Gründe für dieses historisch schlechte Ergebnis und den Rückgang von 44,8 Prozent im Jahr 2005 und 34,5 Prozent 2010 auf nunmehr 26,3 Prozent im Jahr 2012 nicht ganz genau zu analysieren.

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„Die Welt ist bunter geworden, aber nicht eindeutig“

Nach den Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hat die Debatte um die Zukunft der Volksparteien weiter an Schwung gewonnen. Im Zentrum steht dabei das Abschneiden der CDU und der Piratenpartei.

Für Dr. Wilhelm Knelangen, Politikwissenschaftler am Institut für Sozialwissenschaften der Uni Kiel werden sich die Volksparteien an eine vielfarbige Konkurrenz gewöhnen müssen. Das, was in Schleswig-Holstein geschehen sei, könne durchaus ein Vorgeschmack auf die kommenden Bundestagswahlen gewesen sein. Allen Unkenrufen zum Trotz sieht er aber die Volksparteien auch zukünftig als festen Anker in der deutschen Parteienlandschaft. So habe etwa die SPD in NRW oder Hamburg deutlich gemacht, dass es offenbar immer noch möglich sei, Mehrheiten zu mobilisieren. „Die Welt ist bunter geworden, aber nicht eindeutig“, so Knelangens Fazit in der „Redezeit“ von NDR Info.
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Volksparteien: Aus Tradition gut

„Die CDU ist viel moderner als die SPD“. Mit diesem Ausspruch überschrieb Die Welt am 29. Mai ein Interview mit dem neugewählten Bundesgeschäftsführer der Piratenpartei Deutschland, Bernd Schlömer. Solch Lob ist Wasser auf die Mühlen der großen Volkspartei, keine Frage. Besonders erwähnenswert ist diese unerwartet positive Einschätzung vor allem, weil sie eben von Bernd Schlömer stammt, dem Oberpirat also, und damit aus dem Hause der Partei, der gegenwärtig ein besonders hoher Grad an Modernität zugeschrieben wird.    Weiterlesen

Das Weiterleben der Volksparteien nach ihrem Abstieg

Lang ist es her, dass die Volksparteien CDU, SPD und CSU allein wegen ihrer Wählerstärke und beherrschenden politischen Stellung als „Riesen“ tituliert und mit „Großparteien“ gleichgesetzt wurden. Die Dominanz verdankten sie ihrer überragenden Mobilisierungs- und Integrationsfähigkeit, bei Wahlen möglichst Wählermehrheiten an sich binden zu können. Infolgedessen glückte es ihnen zu  ihrer Glanzzeit in den 1970ern und frühen 1980ern mühelos, die 40 Prozent-Marge zu überspringen. Als Mitgliederparteien organisierten sie zudem Hunderttausende von Aktivbürgern.

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Ein Jahr #ZukunftVolkspartei – eine Zwischenbilanz

Über 100 Kommentare mit Kritik aber vor allem mit Lösungs- und Verbesserungsvorschlägen haben uns erreicht

Knapp ein Jahr lang diskutieren nun bereits Experten der Konrad-Adenauer-Stiftung und Gastautoren in diesem Blog. Dabei war uns von Beginn an wichtig, die Debatte nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm zu belassen, sondern möglichst mit jenen zu führen, deren Vertrauen für die Zukunft der Volksparteien so wichtig ist: mit Ihnen, unseren Lesern.

Nun können wir ein erstes Zwischenfazit ziehen. Zahlreiche Hinweise darauf, wo die  Stärken und Schwächen der Volksparteien liegen und was die Parteien zukünftig ändern sollten, haben uns erreicht.  Weiterlesen

Liquid Democracy und Partizipation

Die Piratenpartei hat die politische Landschaft durcheinander gewirbelt. Noch wissen die etablierten Parteien nicht genau, wie sie auf den Neuankömmling reagieren sollen. Sie scheinen im Moment nur darauf zu warten, dass die Piraten Fehler machen, sich sehr schnell an das alte politische System anpassen oder scheitern. Und im Moment sieht es wirklich so aus, als lege sich die Partei durch innere Spannungen, fragwürdige Mitglieder und einen von vielen als inadäquat gesehenen politischen Umgang selbst die größten Steine in den Weg.

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