Monatsarchiv: August 2012

Volksparteien – Wo bleibt der kleine Mann?

Erkenntnisse aus einer qualitativen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Teil III.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat als Test für weitere Umfragen eine qualitative Studie erstellt. Die dort Befragten haben ganz klare Vorstellungen davon, was sie sich von einer Volkspartei wünschen.

Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen Bürgernähe und das Einsetzen für den „kleinen Mann“ und den „gesunden Mittelstand“. Hier sehen einige Befragte aktuell Defizite. Die Volksparteien würden keine Politik für die kleinen Leute betreiben, sondern für Banken und Wirtschaft. Als kleine Leute begreifen sich dabei nahezu alle Befragten, selbst die besser Verdienenden. Dies scheint ein Sammelbegriff zu sein, mit dem sich ein Großteil der Befragten identifizieren kann: „Mehr Bürgernähe zum kleinen Mann“; „Ja, dicht am Volk dran. ‚Volkspartei’ heißt, dass sie sich mit den Themen, die ich eben genannt hab, beschäftigt. Mit den Themen des kleinen Mannes, der Familien, der Menschen, um die es eigentlich geht in diesem Staat, und nicht um die Unternehmen und die Geldgeber und indirekten Mächte“.  Weiterlesen

Motive der Wahlentscheidung für Volksparteien: Vererbte Liebe?

Weitere Erkenntnisse aus der qualitativen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung

 Wie werden eigentlich politische Einstellungen geprägt? Welche Motive beeinflussen die Wahlentscheidung für oder gegen eine Volkspartei? Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat in einer qualitativen Studie insbesondere bei Stammwählern gefragt.

Bei der Wahlentscheidung steht ganz klar die eigene, sehr persönliche und aktuelle Interessen- und Problemlage im Vordergrund. Gesamtgesellschaftliche Probleme werden zwar berücksichtigt, stehen für die Befragten jedoch nicht im Fokus. Sie erwarten stattdessen von einer Partei, dass sie ihre konkreten Probleme löst, die zwischen den Befragten sehr stark variieren: „dass die SPD mir nie Themen bot, mit denen ich mich identifizieren konnte oder die mich irgendwie wirklich was angingen“.  Weiterlesen

Roman Herzog: Stabilität gibt es nur durch Volksparteien

Die Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich zu einer stabilen Demokratie, weil es Volksparteien – allen voran der Union – gelang, Mitglieder und noch viel mehr Wähler aus allen Schichten des Volkes dauerhaft hinter sich zu versammeln.  Nur Volksparteien waren und sind in der Lage, alle relevanten Interessen der Gesellschaft aufzunehmen und halbwegs in sich auszugleichen. Die soziale Vielfalt und der gelungene Interessenausgleich schufen die Voraussetzungen dafür, dass keine Schicht einseitig bevorzugt und keine einseitig benachteiligt wurde. Sozialer Friede, politische Lösungen, die breite Zustimmung fanden, und ein weiteste Teile der Bevölkerung umfassender Wohlstand waren die Folge dieses erfolgreichen Handelns der Volksparteien.
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Volksparteien – eine qualitative Studie

Eine Partei fürs Volk: Durchsetzungskraft und Interessenausgleich

Teile von Öffentlichkeit und Forschung haben schon das Ende der Volksparteien verkündet. Sie argumentieren mit den sinkenden Stimmenanteilen der Volksparteien und einem zunehmenden Mitgliederschwund. Dies beschreibt den Sachverhalt, greift jedoch zu kurz, da es sich um rein quantitative Merkmale von Volksparteien handelt. Für die Diskussion um die Zukunft der Volksparteien ist die emotionale Motivationsstruktur der Wähler mindestens genauso bedeutsam wie die quantitativen Anhaltspunkte. Deshalb hat die Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht, wie Volksparteien bewertet werden, was sie für Wähler attraktiv macht und weshalb sich manche Wähler abgewendet haben.
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Markenmanagement oder: Was die CDU von Apple unterscheidet

„Gebt den Markenkern nicht auf“, wird in der Diskussion um inhaltliche Neuausrichtung und Modernisierung der CDU gemahnt. Während um die eigene Identität noch gerungen wird, scheint für die Diskuntanten längst ausgemachte Sache zu sein, Parteien als Marken zu präsentieren. Ein reizvoller Gedanke: Schließlich ist es das Markenimage, das Apple, Google, Coca Cola und McDonalds so wertvoll macht, nicht etwa die materielle Infrastruktur des Unternehmens.

Eine Marke besteht aus funktionalen und emotionalen Werten, die  gemeinsam  dem Kunden – oder Wähler – eine einmalige und willkommene Erfahrung versprechen. Der Erfolg einer Marke beruht auf der Harmonie zwischen der vom Management bestimmten Markenidentität, deren professionellen Umsetzung und Kommunikation durch die Mitarbeiter oder Mitglieder und schließlich der Wertschätzung durch die Konsumenten.  Wenn es gut läuft, finden Marken loyale Kunden, im Fall von Apple auch begeisterte Fans, die dem Unternehmen lukrative Gewinnspannen verheißen.
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