Monatsarchiv: Juni 2012

„Die Welt ist bunter geworden, aber nicht eindeutig“

Nach den Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hat die Debatte um die Zukunft der Volksparteien weiter an Schwung gewonnen. Im Zentrum steht dabei das Abschneiden der CDU und der Piratenpartei.

Für Dr. Wilhelm Knelangen, Politikwissenschaftler am Institut für Sozialwissenschaften der Uni Kiel werden sich die Volksparteien an eine vielfarbige Konkurrenz gewöhnen müssen. Das, was in Schleswig-Holstein geschehen sei, könne durchaus ein Vorgeschmack auf die kommenden Bundestagswahlen gewesen sein. Allen Unkenrufen zum Trotz sieht er aber die Volksparteien auch zukünftig als festen Anker in der deutschen Parteienlandschaft. So habe etwa die SPD in NRW oder Hamburg deutlich gemacht, dass es offenbar immer noch möglich sei, Mehrheiten zu mobilisieren. „Die Welt ist bunter geworden, aber nicht eindeutig“, so Knelangens Fazit in der „Redezeit“ von NDR Info.
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Volksparteien: Aus Tradition gut

„Die CDU ist viel moderner als die SPD“. Mit diesem Ausspruch überschrieb Die Welt am 29. Mai ein Interview mit dem neugewählten Bundesgeschäftsführer der Piratenpartei Deutschland, Bernd Schlömer. Solch Lob ist Wasser auf die Mühlen der großen Volkspartei, keine Frage. Besonders erwähnenswert ist diese unerwartet positive Einschätzung vor allem, weil sie eben von Bernd Schlömer stammt, dem Oberpirat also, und damit aus dem Hause der Partei, der gegenwärtig ein besonders hoher Grad an Modernität zugeschrieben wird.    Weiterlesen

Das Weiterleben der Volksparteien nach ihrem Abstieg

Lang ist es her, dass die Volksparteien CDU, SPD und CSU allein wegen ihrer Wählerstärke und beherrschenden politischen Stellung als „Riesen“ tituliert und mit „Großparteien“ gleichgesetzt wurden. Die Dominanz verdankten sie ihrer überragenden Mobilisierungs- und Integrationsfähigkeit, bei Wahlen möglichst Wählermehrheiten an sich binden zu können. Infolgedessen glückte es ihnen zu  ihrer Glanzzeit in den 1970ern und frühen 1980ern mühelos, die 40 Prozent-Marge zu überspringen. Als Mitgliederparteien organisierten sie zudem Hunderttausende von Aktivbürgern.

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Ein Jahr #ZukunftVolkspartei – eine Zwischenbilanz

Über 100 Kommentare mit Kritik aber vor allem mit Lösungs- und Verbesserungsvorschlägen haben uns erreicht

Knapp ein Jahr lang diskutieren nun bereits Experten der Konrad-Adenauer-Stiftung und Gastautoren in diesem Blog. Dabei war uns von Beginn an wichtig, die Debatte nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm zu belassen, sondern möglichst mit jenen zu führen, deren Vertrauen für die Zukunft der Volksparteien so wichtig ist: mit Ihnen, unseren Lesern.

Nun können wir ein erstes Zwischenfazit ziehen. Zahlreiche Hinweise darauf, wo die  Stärken und Schwächen der Volksparteien liegen und was die Parteien zukünftig ändern sollten, haben uns erreicht.  Weiterlesen