Monatsarchiv: März 2012

Medien und Volkspartei

Die Fragmentierung der politischen Landschaft ist für viele eine unausweichliche Folge abnehmender Milieubindung verbunden mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung in einer postmateriellen Gesellschaft, in der die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Eli Pariser spricht in seinem Buch „The Filter Bubble“  vom „single issue voter“, der gezielt im Internet umworben wird. Die Summe der „Gefällt mir“-Klicks führt zu einer Personalisierung des Internets, in der wir nur noch von Freunden umgeben sind und die zu unserem Spiegelbild passende Werbung erhalten. Dieses „Geschäftsmodell“ wird auch auf die Information und auf politische Botschaften übertragen. Pariser: “Imagine a world where all the news you see is defined by your salary, where you live, and where your friends are.”  Wir begegnen im Netz uns selbst und werden nicht mit Dingen konfrontiert, die uns nicht gefallen.
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Umfrage: Was ist eine Volkspartei?

Was verstehen die Menschen unter dem Begriff „Volkspartei”? Und was wird von einer Volkspartei erwartet? Unsere nicht repräsentative Umfrage macht deutlich, dass es ganz konkrete Hoffnungen gibt, die sich mit der Volkspartei verbinden: Nicht nur soll sie die Interessen einer Mehrheit der Bürger vertreten und Menschen aus allen Milieus ansprechen, sondern sie soll auch gerne kontrovers diskutieren und zwar nicht nur aktuelle Probleme, sondern auch Konzepte für die Zukunft. Eine Volkspartei gibt sich darüber hinaus volksnah und hat viele Mitglieder.

Hören Sie unsere vor dem Reichstag in Berlin eingesammelten Stellungsnahmen.

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Und was macht für Sie eine Volkspartei aus? Diskutieren Sie mit. Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.

Die Volkspartei CDU als Modell für Gesellschaftsvereinigung und Wirtschaftsentwicklung

Am 11. April 2012 werden in der Republik Korea Parlamentswahlen abgehalten. Im Vorfeld reorganisierten sich die Parteien wieder einmal neu, so, wie vor früheren Parlamentswahlen auch. Die konservative Regierungspartei änderte ihren Namen in „Saenuri Party“ (Neue Welt), während die progressive Partei mit verschiedenen Bürgerinitiativen fusionierte und nun als „Minjoo Party“ (Vereinigte Demokratische Partei) antritt. Sieht man sich koreanische Parteien an, fragt man sich immer wieder, ob und wann sie eine eigene Identität entwickeln und eine auch programmatisch profunde Politik machen, so dass sie ihre Rolle als Gemeinschaftseiner ausüben und nationale Staats- wie Wirtschaftskrise überwinden werden.  Weiterlesen

“Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei…” – Katherina Reiche MdB

Der Politologe Dolf Sternberger, der den Begriff Volkspartei mit geprägt hat, hat in seiner Heidelberger Antrittsvorlesung vor einem halben Jahrhundert einen bemerkenswerten Satz formuliert. „Das Politische müssen und wollen wir zu begreifen versuchen als den Bereich der Bestrebungen, Frieden herzustellen, Frieden zu bewahren, zu gewährleisten, zu schützen und freilich auch zu verteidigen“. Dies ist im Kern Auftrag der Politik, auch wenn manchem bezogen auf das eigene Aufgabenfeld dies als verkürzt erscheinen mag. Ohne Frieden nach außen wie nach innen ist alles nichts. Wer das zu akzeptieren vermag, dem wird schnell klar, dass zum Erreichen des Ziels Frieden ein jeder guten Willens nötig ist. Damit begründet sich ihre Vereinigung z.B. in Parteien.  Weiterlesen

“Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei… ” – Bernhard Rasche

Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. In meinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb beschäftige ich drei Mitarbeiter. 1980 war ich im Gründungsteam der JU Erwitte als Pressesprecher aktiv. Sieben Jahre später wechselte ich von der JU in den Vorstand der Ortsunion Erwitte und stellte fest, dass politische Arbeit auch hier Spaß machen kann. Seit 2005 leite ich die Ortsunion. Seitdem konnte ich zahlreiche neue Mitglieder gewinnen und sie in den Vorstand und in den Rat der Stadt einbinden. Wie? Man muss selbst Begeisterung zeigen und bei anderen wecken und dabei auch immer das Ganze sehen, nämlich, dass Demokratie nur mit starken Volksparteien funktioniert. Weiterlesen

„Darum bin ich Mitglied einer Volkspartei…“ – Dieter Dombrowski

Als ich 1977 in die CDU eingetreten bin, wusste ich nicht, dass es eine Volkspartei ist. Ich kam gerade frisch aus der Haft in der ehemaligen DDR, war eigentlich im Herzen noch SPD-Fan. Ich kam nach West-Berlin und stellte fest, dass die CDU die einzige Partei war, die sich für die Deutsche Einheit eingesetzt hat. Ich bin in die Partei hineingewachsen und habe entdeckt, was die Volkspartei CDU für ein Schatz ist, weil sie eine Partei für alle ist: für Christen oder Nicht-Christen, für Arbeitnehmer, für Arbeitgeber, für Frauen, für Männer, für Junge, für Alte. Ich bin von Jahr zu Jahr in dieser Partei mehr aufgegangen. Die CDU wird eine wirkliche Zukunft noch vor sich haben.  Weiterlesen

Von Schustern und Leisten

Eigentlich hätte auch nur die nachstehende Abbildung hier eingestellt werden können. Aber vielleicht sind doch ein paar Worte mehr nötig. Schließlich geht es um eine wichtige Frage, nämlich die nach den Volksparteien in Deutschland.


Quelle: Infratest dimap, DeutschlandTrend; KAS

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Das Märchen von der Parteienverdrossenheit

Immer wenn mal wieder die Wahlbeteiligung sinkt, beide Volksparteien eine Wahl verlieren oder ein politischer Skandal die Republik erschüttert, wird sie wieder hervorgekramt: die These von der gravierenden und zunehmenden Parteienverdrossenheit der Deutschen. Keines der oben beschriebenen Ereignisse liefert jedoch einen empirischen Beleg für Parteienverdrossenheit. Verdrossenheit ist kein Verhalten, sondern eine Einstellung, und wir wissen aus der Nichtwählerforschung, dass es für ein Sinken der Wahlbeteiligung eine ganze Reihe unterschiedlicher Gründe gibt. Eine pauschale Parteienverdrossenheit kann auch nicht nur an der Bewertung eines bestimmten Parteientyps wie den Volksparteien festgemacht werden und politische Skandale beziehen sich auf das Verhalten von Politiker/Innen und somit nicht auf das Bewertungsobjekt Parteien.  Weiterlesen

Dialog braucht Raum

Es vergeht kein Tag, an dem nicht die Beteiligung der Bürger gepaart mit einer allgemeinen Kritik an der Politik in unterschiedlichsten Formaten medial beschrieben, beklagt und besprochen wird. Besonders sexy wird die Debatte um neue Formen der Partizipation durch das Internet und dessen Möglichkeit für Diskurs und Entscheidungsfindung (siehe bspw. hier: „Wir sind das Volk 2.0“). Unterm Strich haben alle (Diskussions-)Beiträge eine Botschaft bzw. Forderung gemein: „So geht’s nicht weiter! Liebe Politik, macht’s anders! Und das am besten im Dialog.“

Ein erstes Ergebnis der Diskussionen und ein Lösungsansatz kommen nun auch von der Bundeskanzlerin. Sie lädt seit Januar 2012 zum Dialog über die Zukunft Deutschlands. Mit Expertenrunden,  einer offenen Internetplattform und „Townhall-Meetings“. Letzteres hat diese Woche erstmals mit rund 100 Thüringern in Erfurt stattgefunden.
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Netzschau: Über das Selbstverständnis der Volkspartei

‎„Wir dürfen nicht die Augen vor der Realität verschließen“, sagte Bernhard Vogel Anfang dieser Woche bei einer Veranstaltung in Potsdam , bei der über den Markenkern der CDU diskutiert wurde. Einer Forderung, der wir mit der Netzschau gerne nachkommen wollen. Was also schreiben andere über den Zustand der Volksparteien? Welche Vorschläge werden gemacht, um die Krise zu lösen? Weiterlesen