Die Fragmentierung der politischen Landschaft ist für viele eine unausweichliche Folge abnehmender Milieubindung verbunden mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung in einer postmateriellen Gesellschaft, in der die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Eli Pariser spricht in seinem Buch „The Filter Bubble“ vom „single issue voter“, der gezielt im Internet umworben wird. Die Summe der „Gefällt mir“-Klicks führt zu einer Personalisierung des Internets, in der wir nur noch von Freunden umgeben sind und die zu unserem Spiegelbild passende Werbung erhalten. Dieses „Geschäftsmodell“ wird auch auf die Information und auf politische Botschaften übertragen. Pariser: “Imagine a world where all the news you see is defined by your salary, where you live, and where your friends are.” Wir begegnen im Netz uns selbst und werden nicht mit Dingen konfrontiert, die uns nicht gefallen.
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