Für die Zukunft der Volksparteien ist nicht nur die eigene „Performance“ wichtig. Sie sind als große Parteien, die viele gesellschaftliche Strömungen im Idealfall in sich vereinen auch davon abhängig, wie Politik insgesamt wahrgenommen und beurteilt wird. Aus den Ergebnissen mehrerer qualitativer Befragungen in den letzten Jahren haben wir in der Konrad-Adenauer-Stiftung den Eindruck gewonnen, dass die Wählerinnen und Wähler Politik meist nur selektiv wahrnehmen. Es wird zwar über die „große“ Politik gesprochen, man nimmt auch die wichtigsten Themen wahr und macht sich darüber Gedanken, doch richtig wird Politik erst wahrgenommen, wenn man selbst, oder das unmittelbare Umfeld von Maßnahmen der Politik betroffen ist. Nun ist diese Erkenntnis nicht neu, relativiert jedoch auch umgekehrt die Relevanz mancher medialer Diskussion über politische Themen. Die breite Bevölkerung nimmt die diskutierten Inhalte häufig nur wahr, wenn sie einen konkreten Bezug zur eigenen Lebensrealität aufweisen. Ansonsten handelt es sich vorwiegend um Diskussionen zwischen Medien- und Politikvertretern. Weiterlesen
